Fußball
Hellenen fast chancenlos - Favoriten lösen Ticket

Am vorletzten Spieltag der Europa-Qualifikation hat Otto Rehhagel mit seinen Griechen einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. England, die Niederlande, Italien, Polen und Kroatien dürfen dagegen jubeln.

Freud und Leid lagen am vorletzten Spieltag der europäischen WM-Qualifikation eng beieinander. Europameister Griechenland mit dem deutschen Trainer Otto Rehhagel hat kaum noch Chancen auf die Endrunde 2006 in Deutschland. Dagegen haben sich England, Italien, Polen, die Niederlande, Kroatien und Portugal qualifiziert. Ex-Weltmeister Frankreich muss indes weiter zittern.

Griechenland verlor gegen Dänemark in Kopenhagen durch ein Tor von Michael Gravgaard in der 40. Minute und rutschte mit weiterhin 18 Zählern auf den vierten Platz hinter dem bereits qualifizierten Spitzenreiter Ukraine (25 Punkte), der Türkei (20) und Dänemark (19) ab. Nur wenn die Türkei in Albanien verliert und die Dänen gleichzeitig nicht in Kasachstan gewinnen, hätte die Rehhagel-Elf bei einem eigenen Erfolg über Georgien noch die Playoff-Spiele erreicht.

Niederlande siegt in Tschechien

Die Play-off-Spiele bleiben den Niederländern diesmal erspart. Durch den 2:0 (2:0)-Erfolg in Tschechien holte sich die Elf von Bondscoach Marco van Basten, die seit nunmehr 15 Partien unbesiegt ist, souverän den Sieg in Gruppe 1. HSV-Spielmacher Rafael van der Vaart (32.) und Barry Opdam (38.) machten den "Oranje"-Sieg in Prag perfekt.

EM-Halbfinalist Tschechien muss indes sogar um die Teilnahme an den Play-off-Spielen bangen. Rumänien hat durch einen 1:0 (0:0)-Sieg in seinem letzten Gruppenspiel in Finnland den zweiten Platz (25 Punkte) vor den Tschechen (24) übernommen. Damit benötigt die Elf von Karel Brückner am Mittwoch in Finnland unbedingt einen Sieg, um an den spielfreien Rumänen wieder vorbeizuziehen.

Die Niederlage Tschechiens ließ gleichzeitig auch England, Polen und Kroatien über die WM-Teilnahme jubeln. England belegt nach dem mageren 1:0 (1:0)-Pflichtsieg über Österreich zwar mit 22 Punkten weiter hinter den Polen (24) den zweiten Platz, ist aber als einer der zwei besten Gruppenzweiten auf jeden Fall direkt qualifiziert. Gleiches gilt dementsprechend für die Polen, die am Mittwoch beim Endspiel der Gruppe sechs in England gastieren. Den Siegtreffer der Engländer erzielte Frank Lampard mit einem verwandelten Foulelfmeter (25.), Kapitän David Beckham sah dagegen die Gelb-Rote Karte wegen wiederholten Foulspiels (59.).

Kroatien nach Sieg gegen Schweden qualifiziert

Die WM-Teilnahme sicher hat auch Kroatien. Das Team vom Balkan siegte im Spitzenspiel der Gruppe acht gegen Schweden 1:0 (0:0) durch einen verwandelten Handelfmeter von Darijo Srna (56.) und übernahm damit die Tabellenspitze. Selbst wenn die Kroaten am letzten Spieltag noch von den Skandinaviern abgefangen werden sollten, wären sie als einer der zwei besten Gruppenzweiten für die WM qualifiziert. Die Schweden benötigen dagegen im Spiel gegen Island nur noch einen Punkt, um alles klarzumachen.

Der deutsche Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat mit der ungarischen Nationalmannschaft nichts mehr mit dem Sieg in Gruppe acht zu tun. Nach dem 0:2 (0:1) in Bulgarien, für die der Leverkusener Dimitar Berbatow traf, sind die Magyaren gar nur noch Vierter.

Zaccardo schießt Italien nach Deutschland

Italien hat indes beim mageren 1:0 (0:0) gegen Slowenien durch einen Treffer von Cristian Zaccardo (78.) den noch benötigten Punkt geholt. Hinter dem dreimaligen Weltmeister (20) hat nun Norwegen (15) nach dem 1:0 über Moldawien aufgrund des direkten Vergleichs gegenüber Slowenien (12) Platz zwei und damit die Teilnahme an der Play-off-Runde sicher. Auch Schottland ist nach dem 0:1 (0:1) gegen Weißrussland engültig gescheitert.

Portugal reicht mageres 2:1 gegen Liechtenstein

In Gruppe drei hat Portugal durch das wenig rühmliche 2:1 (0:1) gegen Fußball-Zwerg Liechtenstein den letzten Schritt in Richtung WM-Endrunde gemacht. Dahinter liefern sich Russland und die Slowakei mit jeweils 22 Punkten im Kampf um Platz zwei weiter ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Russland besiegte Luxemburg 5:1 (2:0), die Slowakei verbuchte einen 1:0 (0:0)-Erfolg über Estland. Damit fällt die Entscheidung um den zweiten Tabellenplatz der Gruppe drei im direkten Duell der beiden Kontrahenten am Mittwoch. Der Slowakei genügt in Bratislava ein Unentschieden, Russland kann nur mit einem Auswärtssieg noch den zweiten Rang erreichen.

Spannend bleibt es in Gruppe 4, wo noch vier Mannschaften um den Gruppensieg kämpfen. Israel hat durch ein 2:1 (1:0) gegen die Färöer zwar mit 18 Punkten die Tabellenführung übernommen, ist aber am Mittwoch spielfrei. Dahinter folgen die Schweiz und Frankreich nach dem 1:1 (0:0) im direkten Aufeinandertreffen mit jeweils 17 Punkten. Da der direkte Vergleich zwischen der Schweiz und den Franzosen ausgeglichen ist, zählt nach dem letzten Spieltag die Tordifferenz. Da sind die Eidgenossen drei Tore besser als Frankreich. Irland (16), das in Zypern 1:0 gewann, kann mit einem Heimsieg gegen die Schweiz aber auch noch auf einen der beiden ersten Plätze vorrücken.

Serbien/Montenegro mit guter Ausgangsposition

In Gruppe sieben hat sich Serbien und Montenegro eine glänzende Ausgangsposition verschafft. Nach dem 2:0 in Litauen benötigt die Mannschaft von Ilija Petkovic (19 Zähler) am Mittwoch nur noch einen Punkt im Bruderduell gegen Bosnien-Herzegowina. Aber auch die Bosnier (16), die durch einen Hattrick von Elvir Bolic gegen San Marino 3:0 gewannen, haben noch Chancen auf die WM-Premiere. Den zweiten Platz belegt derzeit Spanien (17), das in Belgien 2:0 (0:0) gewann.

In Gruppe drei liefern sich Russland und die Slowakei mit jeweils 22 Punkten im Kampf um Platz zwei hinter Portugal weiter ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Russland besiegte Luxemburg 5:1 (2:0), die Slowakei verbuchte einen 1:0 (0:0)-Erfolg über Estland. Damit fällt die Entscheidung um den zweiten Tabellenplatz der Gruppe drei im direkten Duell der beiden Kontrahenten am Mittwoch. Der Slowakei genügt in Bratislava ein Unentschieden, Russland kann nur mit einem Auswärtssieg noch den zweiten Rang erreichen.

© SID

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