Hertha BSC leistet sich Verluste dank KKR

Hertha BSC
Mit Verlusten in die Champions League

Sportlich läuft es für Hertha BSC hervorragend. Wirtschaftlich nimmt der Verein Verluste in Kauf, um sportlich voran zu kommen. Dank des Investors KKR und der TV-Gelder kann sich der Klub das einige Jahre leisten.
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DüsseldorfHertha BSC wählt einen riskanten Weg zu neuer Stärke. Im zweiten Jahr in Folge schließt der Fußballklub die Saison mit einem Verlust von gut sieben Millionen Euro ab. Damit liegt bestätigt sich der Trend der vergangenen zehn Jahre, in der nur ein Jahr wirklich positiv war. Und das auch nur wegen des Einstiegs der Investmentgesellschaft KKR.

Leisten kann sich der Verein den Luxus von Verlusten, weil Großinvestor KKR dies letztlich absichert. Mit dem Geld aus den USA ist Hertha nun in der Lage, interessante Spieler zu kaufen oder wichtige Kicker längerfristig zu binden. Das betonte Finanzchef Ingo Schiller stolz auf der Mitgliederversammlung des Vereins.

Der ehemalige Bayern-Profi Mitchell Weiser oder John Anthony Brooks gehören zu den Perlen, die der Verein unbedingt halten wollte – um sie dann in einigen Jahren womöglich viel teurer zu verkaufen. Diese strategische Entscheidung führe auch dazu, dass der Verein höhere Summen im Spielervermögen abschreiben muss.

Trotz der Verluste sieht sich Hertha BSC wirtschaftlich auf einem guten Weg. Bei den Banken hat der Verein keine Schulden, für die Zinsen gezahlt werden müssen, betonte Schiller stolz. Optimistisch macht neben KKR vor allem der neue TV-Vertrag, den die Deutsche Fußball Liga (DFL) ausgehandelt hat. Dadurch rechnet Hertha ab 2017/18 mit 20 Millionen Euro mehr pro Saison.

In Zahlen ausgedrückt machte Schiller folgende Rechnung auf: In dieser Saison könnte Hertha aus dem TV-Topf 32,7 Millionen Euro erhalten. Das entspricht immerhin rund einem Drittel des Vereinsetats von gut 100 Millionen Euro für die Saison 2016/17. Im Schnitt der nächsten vier Jahre seien dagegen über 55 Millionen Euro an TV-Geldern drin, glaubt der Finanzfachmann.

So viel Geld macht optimistisch und verleiht den nötigen Elan, um die nächste große Baustelle anzugehen. Das ist der Umbau des vorhandenen Stadions oder ein Neubau. Beides wird aktuell in Berlin diskutiert. Klar ist seit langem, dass das Olympiastadion mit seiner Laufbahn nicht mehr den modernen Ansprüchen an ein Fußballstadion entspricht.

Jeder Verein weiß auch, dass ein Stadion durch Fans und Sponsoren auf Dauer eine wichtige und stabile Einnahmequelle ist. Fußballfans suchen immer mehr das Erlebnis und sind auch bereit, dafür im Stadion mehr als früher zu zahlen. Die Millionenstadt Berlin sollte dafür mittelfristig beste Voraussetzungen haben – genau deshalb ist der Investor KKR ja bei der Hertha eingestiegen.

Kommentare zu " Hertha BSC: Mit Verlusten in die Champions League"

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  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke....

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
    Danke

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