Fußball
Hertha und Werder streiten um Spitzenplatz

Heute (ab 15.30 Uhr) geht es im Berliner Olympiastadion im Spitzenspiel des achten Bundesliga-Spieltags zwischen Hertha BSC und Werder Bremen um den Kontakt zur Tabellenspitze. Spitzenreiter Bayern empfängt Wolfsburg.

Im Berliner Olympiastadion wollen zwei Teams heute (ab 15.30 Uhr) zum Auftakt des achten Bundesliga-Spieltags die Weichen auf einen gefestigten Spitzenplatz stellen. Im Verfolgerduell hat Hertha BSC Berlin Werder Bremen zu Gast. Spitzenreiter Bayern München will währenddessen nach dem Ende der Siegesserie in Hamburg gegen den VfL Wolfsburg wieder in die Erfolgsspur zurück, und der Hamburger SV möchte beim 1. FC Kaiserslautern seine Rolle als Bayern-Jäger Nummer eins verteidigen.

Berlin und Bremen gehen unter verschiedenen Vorzeichen ins Spiel. Während Hertha nach dem Einzug in die Uefa-Cup-Gruppenphase und dem besten Saisonstart seit 35 Jahren auf Wolke sieben schwebt, macht sich bei Werder Bremen nach der Pleite in der Champions League erster Frust breit. "Von der psychologischen Seite sind wir im Vorteil. Werder hat verloren und noch einen Rückreisetag gehabt. Wir dagegen haben durch das Erfolgserlebnis Selbstvertrauen getankt", sagte Hertha-Manager Dieter Hoeneß nach dem 3:1 im Uefa-Cup gegen Apoel Nikosia. Der Einsatz von Nando Rafael (Zerrung) ist fraglich.

Auf Wiedergutmachung für die 1:2-Schlappe in der Champions League bei Panathinaikos Athen hofft Ex-Meister Bremen. Am Donnerstag führte Trainer Thomas Schaaf vor dem Training ein 30-minütiges Gespräch mit seinen Mannen. "Damit ist das jetzt aber auch abgehakt", erklärt der 44-Jährige. Unterdessen tun sich erste Unstimmigkeiten innerhalb des Teams auf. Vorwürfe von Nationalspieler Torsten Frings gegen die Offensive nach dem Spiel in Griechenland konterte der siebenmalige Torschütze Miroslav Klose: "Wer sich die Scorerliste anschaut, weiß, wer vorne steht." Allerdings plagen Bremens Trainer Thomas Schaaf große Personalsorgen: Miroslav Klose (grippaler Infekt), Leon Andreasen (Oberschenkel), Jelle van Damme und Aaron Hunt (Sprunggelenk) fallen kurzfristig aus.

Bayern wohl ohne Ballack

Die Bayern haben personelle Probleme und treten voraussichtlich ohne Mittelfeldstar Michael Ballack (Muskelverhärtung und Grippe) an. Insgesamt muss der Rekordmeister um neun Spieler bangen, trotzdem soll einen Tag vor dem traditionellen Oktoberfest-Besuch "ein Sieg gegen Wolfsburg für gute Laune sorgen", wie Manager Uli Hoeneß erklärte.

Auch die Gäste wollen auf die "Wies´n", doch soweit denkt Wolfsburgs Torhüter Simon Jentzsch noch nicht: "Wir fahren nach München, weil wir ein schweres Spiel zu bestehen haben". Die "Wölfe" konnten bei ihren bislang acht Bundesliga-Auftritten bei den Bayern nur ein Remis erkämpfen.

Den Münchnern weiter dicht auf den Fersen bleiben möchte der in den 18 bisherigen Saisonpflichtspielen ungeschlagene HSV am Sonntag in Kaiserslautern. "Wir werden uns wieder zusammennehmen, hoffentlich schnell regenerieren und professionell auf die nächsten Aufgaben vorbereiten", sagte Trainer Thomas Doll nach dem mit 1:0-Erfolg im Uefa-Cup beim FC Kopenhagen. Eine vermeintlich schwerere Aufgabe hat gleichzeitig der VfB Stuttgart, der trotz Niederlage (0:1 bei NK Domzale) in die Uefa-Cup-Gruppenphase einzog und bei Borussia Dortmund antreten muss.

Nach einem großen Europapokal-Abend mit dem 2:2 in der Champions League gegen den AC Mailand steht Vizemeister Schalke 04 vor einer hohen Hürde bei Aufsteiger Eintracht Frankfurt: "Nach so einer Gala ist es schwer, den Schalter wieder umzulegen", meint Teammanager Andreas Müller. Unter Zugzwang steht der Tabellen-Vorletzte Eintracht Frankfurt, der aus den vergangenen vier Spielen nur einen Punkt holte.

Wolf und Lienen unter Druck

Bei den Partien des 1. FC Nürnberg gegen den 1. FC Köln und von Hannover 96 gegen den MSV Duisburg geht es gleich für zwei Trainer um den Job. Die Stühle von Wolfgang Wolf (Nürnberg) und Ewald Lienen (Hannover) wackeln. "Das ist eines der Spiele, das man gewinnen muss", erklärte 96-Manager Ilja Kaenzig sybillinisch. Nürnbergs Sportdirektor Martin Bader formuliert die Erwartungen etwas konkreter: "Sollten wir diese Partie verlieren, steht uns ein ganz heißer Herbst bevor. Die Gesetze des Fußballs machen auch um Nürnberg keinen Bogen, aber von Ultimaten halten wir nichts."

Ganz auf die Bundesliga konzentrieren können sich nach dem Uefa-Cup-Aus Bayer Leverkusen und Mainz 05. Die Werkself drängt im Heimspiel gegen Arminia Bielefeld auf Wiedergutmachung. Die Mainzer hoffen auf einen "Dreier" bei Borussia Mönchengladbach, das seinerseits den dritten Sieg in Folge anstrebt. Das ist den "Fohlen" seit März 2002 nicht mehr gelungen.

© SID

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