Hessen rüstet sich für den Confoderations-Cup
Überwachung auf Schritt und Tritt

Mit zwei Sicherheitsringen rund um das Frankfurter Waldstadion, vorbeugenden Kontrollen und einem Farbleitsystem für Besucher rüstet sich die Hessens Polizei für den Confederations Cup.

HB FRANKFURT. Das Fußballturnier werde als Testlauf für die WM 2006 in Deutschland gesehen und dementsprechend sorgfältig habe sich die Polizei vorbereitet, sagte Innenminister Volker Bouffier (CDU) am Mittwoch in Wiesbaden. Das Turnier läuft mit acht Teams vom 15.bis 29. Juni in Frankfurt, Köln, Nürnberg, Leipzig und Hannover. Insgesamt werden rund 700 000 Zuschauer erwartet.

Das Frankfurter Stadion bildet mit drei Vorrundenspielen (15.6.: Deutschland-Australien, 19.6. Griechenland-Japan, 22.6.: Griechenland-Mexiko) und dem Finale einen Schwerpunkt der Veranstaltung. Bisher gebe es keine Anzeichen für "Risikospiele" mit besonders aggressiven Fans. Das Sicherheitskonzept beziehe aber alle möglichen Gefahrensituationen ein, betonte der Minister.

In Frankfurt werden die Fans erstmals einen elektronischen Chip in ihrer Eintrittskarte haben, mit dem der Zutritt zum äußeren Ring um das Stadion automatisch kontrolliert werden kann. Dieses System soll bei der WM Standard in allen Stadien sein. Hinzu kommen die klassischen Einlasskontrollen am inneren Sicherheitsring auf Waffen und betrunkene Fans. Die Karten sind außerdem je nach Sitzblock farbig gekennzeichnet; "ihre" Farben finden die Fans auf Schildern an den Parkplätzen und in Bussen und Straßenbahnen. Damit sollten rivalisierende Fangruppen besser voneinander getrennt werden, berichtete der Minister.

Der Polizei bekannte Hooligans würden rechtzeitig angesprochen und notfalls vorbeugend in Gewahrsam genommen. Das Land plant außerdem eine umfassende Video-Überwachung im Stadion und im Umfeld. In der Stadt, vor allem in der Nähe der Großleinwand in der Frankfurter City, würden auch zahlreiche Zivilpolizisten eingesetzt. Autokolonnen und Siegesfeiern in der Innenstadt würden zwar nicht grundsätzlich verhindert, sie dürften die Öffentlichkeit aber nicht in unvertretbarer Weise behindern, erklärte der Innenminister.

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