Heute Mittag Gruppenauslosung
Deutschland droht bei EM-"Quali" Hammergruppe

Der deutschen Nationalmannschaft ist bei der Qualifikation zur Europameisterschaft 2008 eine Hammergruppe nahezu sicher. Wenn am heute ab zwölf Uhr (live im ZDF, bei N24 und Eurosport) im schweizerischen Montreux durch die Ex-Bundesliga-Profis Stephane Chapuisat und Andreas Herzog die sieben Gruppen ausgelost werden, findet sich das Team von Bundestrainer Jürgen Klinsmann erstmals nur im zweiten Lostopf wieder.

So könnte es schon in der Qualifikation zur Euro 2008 in Österreich und der Schweiz zu den Klassikern gegen die Niederlande, England oder Frankreich kommen. Zudem sind Europameister Griechenland, Portugal, die Tschechische Republik und Schweden aus Topf eins mögliche Kontrahenten der DFB-Auswahl, die noch bei der Auslosung der WM-Vorrundengruppen im Dezember in Leipzig das Glück auf ihrer Seite hatte und in Costa Rica, Polen und Ecuador drei lösbare Aufgaben zugelost bekommen hatte.

Dennoch gibt sich Bundestrainer Jürgen Klinsmann auch vor der anstehenden Auslosung im Kongress-Center von Montreux, wo im Sommer normalerweise das weltberühmte Jazz-Festival stattfindet, optimistisch, dass Deutschland auch bei der Euro 2008 dabei sein wird. "Wir sind auf einem guten Weg, haben großes sportliches Potenzial in unserer Nationalmannschaft. Es wird nicht einfach - aber ich mache mir keine Sorgen", sagte Klinsmann, der am Donnerstag via Frankfurt/Main aus den USA an den Genfer See anreisen wird.

Selbst aus Topf drei droht Ungemach

Doch selbst aus Topf drei droht der deutschen Nationalmannschaft bei der EM-Qualifikation Ungemach. Dort sind nach der Setzliste der Europäischen Fußball-Union (Uefa) Serbien und Montenegro, Russland, Dänemark, Norwegen, Bulgarien, die Ukraine und die Slowakei die potenziellen Gegner.

Von den insgesamt 50 teilnehmenden Mannschaften qualifizieren sich in einer Achter-Gruppe und sechs Siebener-Gruppen jeweils die sieben Gruppensieger und die sieben zweitplatzierten Teams für die Euro 2008. Die Gastgeber Österreich und Schweiz sind automatisch für das 16er-Feld qualifiziert. Die Ausscheidungsrunde beginnt im September 2006, endet im November 2007 und wird nach einem neuen Modus ausgetragen. Die Play-off-Spiele der besten Gruppenzweiten wird es nicht mehr geben.

Zuletzt standen die EM-Endrunden für das DFB-Team unter keinem guten Stern. Bei der Euro 2000 in den Niederlanden und Belgien blamierten sich die Deutschen ebenso wie bei der EM 2004 in Portugal und verabschiedeten sich jeweils schon nach der Vorrunde. Die jeweiligen Teamchefs Erich Ribbeck und Rudi Völler traten anschließend zurück.

Die Setzliste für die Auslosung ergab sich aus den Ergebnissen der Nationalmannschaften in den Qualifikationen für die zurückliegende EM-Endrunde 2004 in Portugal sowie für das WM-Turnier 2006 in Deutschland. Für Deutschland steht angesichts seiner automatischen Teilnahme an der WM im eigenen Land lediglich ein Koeffizient von 2,250 für 18 Punkte aus acht EM-Ausscheidungsspielen zu Buche.

EM-Endrunde wird am 7. Juni 2008 eröffnet

Die EM-Endrunde 2008 mit acht Spielorten (Wien, Salzburg, Klagenfurt, Innsbruck, Genf, Basel, Bern, Zürich) wird am 7. Juni in Basel von der Schweizer Nationalmannschaft eröffnet, das Finale wird am 29. Juni im Wiener Ernst-Happel-Stadion ausgetragen.

Der kommende Europameister wird auf jeden Fall einen neuen Pokal erhalten. Am Donnerstag stellt Uefa-Präsident Lennart Johannson die neue Trophäe in Montreux vor, die weiterhin den Namen des früheren französischen Verbandspräsidenten Henri Delaunay tragen wird.

© SID

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