Hinrunden-Aus für BVB-Star Reus
„Bakalorz bis Weihnachten aus dem Verkehr ziehen“

Der Alptraum geht weiter: Für Pechvogel Marco Reus ist nach dem üblen Tritt des Paderborners Bakalorz mit einem Außenbandriss die Hinrunde beendet. Das schmerzt nicht nur Reus. Im ganzen Klub sitzt der Schock tief.
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PaderbornJürgen Klopp schäumte vor Wut. Nicht nur der verschenkte Sieg seiner Mannschaft beim 2:2 in Paderborn, sondern auch der erneute Ausfall von Marco Reus und das gestohlene Tor von Kevin Großkreutz schlugen dem Dortmunder Trainer mächtig aufs Gemüt. „Eine schreckliche Szene. Das ist schwer zu verarbeiten“, beklagte der Coach das folgenschwere Foul an Reus, „mir fällt es heute schwer, über Fußball zu sprechen.“ Sportdirektor Michael Zorc wahrte nur mit Mühe die Fassung: „Das war ein Scheiß-Nachmittag.“

Vor allem die grenzwertige Grätsche von Marvin Bakalorz (64. Minute) im Zweikampf mit Reus brachte Klopp auf die Palme. In erster Wut stürmte er nach dem Abpfiff auf den Platz und beschimpfte den Paderborner Mittelfeldspieler. Am Sonntag bestätigten sich die Befürchtungen für eine erneut längere Zwangspause: Die Bundesliga-Hinrunde ist für Fußball-Nationalspieler Marco Reus beendet. Der 25-Jährige erlitt einen Außenbandriss im Sprunggelenk und fällt die restlichen Spiele in diesem Jahr aus, teilte der BVB am Nachmittag mit. Reus, der in der 67. Minute ausgewechselt worden war, kann voraussichtlich Anfang Januar wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.

Für den Nationalstürmer geht damit der Alptraum weiter, der vor der WM begann. Im letzten Testspiel vor der Abreise des Nationalteams erlitt er einen Teilriss des Syndesmosebandes, der ihn um die Turnier-Teilnahme in Brasilien brachte. Kaum genesen, zog er sich erneut eine Sprunggelenksverletzung zu. Für den dritten Ausfall des viel umworbenen Stars binnen eines halben Jahres machte Klopp den ehemaligen Dortmunder Bakalorz verantwortlich: „Es passiert ihm immer wieder, dass er so unkontrolliert grätscht.“

Der Paderborner Profi zeigte sich nach Sichtung der TV-Bilder reumütig: „Wir waren damals im Trainingslager zusammen auf dem Zimmer - ich würde Marco Reus niemals gewollt umtreten“, sagte der Paderborner bei Sky: „Ich wollte zum Ball gehen, aber ich berühre ihn. Das war zu heftig. Es tut mir auf jeden Fall leid.“ Nur mit Glück entging Bakalorz einem Platzverweis - er wurde nur mit Gelb bestraft. „Als ich nachher die Zeitlupe gesehen habe, habe ich mich selbst erschrocken und muss sagen: Rot wäre die richtige Entscheidung gewesen“, bekannte Schiedsrichter Wolfgang Stark in der „Bild am Sonntag“.

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