Historie spricht für das deutsche Team
Appetithappen Eröffnungsspiel

Seit 36 Jahren darf erstmals der Gastgeber der Fifa Fußball-Weltmeisterschaft wieder das Turnier eröffnen. Wirft man einen Blick in die Geschichte der Eröffnungsspiele, spricht alles für das deutsche Team.

HB BERLIN. Meist erfolgreich, doch nicht immer glanzvoll: Die deutschen Auftaktspiele bei Fußball-Weltmeisterschaften waren oft Appetithappen für einen erfolgreichen Turnierverlauf, boten aber auch Magerkost. Von ihren 15 Ouvertüren seit 1934 gewannen die Deutschen zehn und verloren nur eine. Die Siege verschafften Erleichterung, waren aber nicht immer die Basis für späteren Erfolg. Die Bandbreite reicht vom 8:0-Torfestival vor vier Jahren in Japan gegen Saudi- Arabien bis zur blamablen 1:2-Pleite 1982 in Spanien gegen Algerien.

Ein klarer Sieg, wie ihn sich das Team von Bundestrainer Jürgen Klinsmann am Freitag gegen Costa Rica erhofft, war jedoch immer das Startsignal für einen großen WM-Auftritt. Beflügelt von 4:1-Erfolgen gegen die Türkei beziehungsweise Jugoslawien errang die deutsche Auswahl 1954 und 1990 zwei ihrer drei WM-Triumphe. "Vor einem Eröffnungsspiel gibt es immer Fragezeichen, wie aus der Geschichte hervorgeht. Wir wollen mit einem Dreier ins Turnier starten", sagte Klinsmann. Optimistisch geht auch der Berliner Arne Friedrich den Ernstfall an. "Ich bin überzeugt, dass wir gegen Costa Rica sehr erfolgreich sein werden", versicherte der Rechtsverteidiger.

Erstmals seit 36 Jahren darf in München mit dem Team des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wieder der WM-Gastgeber das Turnier eröffnen. Von 1974 an war dieses Privileg dem Weltmeister vorbehalten gewesen, der dem Druck freilich nicht immer gewachsen war. Gleich zwei Mal - 1982 beim 0:1 gegen Spanien und 1990 beim 0:1 gegen Kamerun - scheiterte Argentinien als Titelverteidiger kläglich, vor vier Jahren wurde Frankreich beim 0:1 gegen Senegal eiskalt erwischt.

Die Geschichte deutscher WM-Auftaktspiele beginnt 1934 in Italien mit einem munteren Torreigen. Edmund Conen war dreifacher Torschütze beim 5:2 gegen Belgien, mit dem das Team von Reichstrainer Otto Nerz den Grundstein zum Erreichen des dritten Platzes legte. Vier Jahre später in Frankreich musste Nachfolger Sepp Herberger nach der Annektierung Österreichs eine "großdeutsche Mannschaft" aufbieten, in der die Mischung nicht stimmte. Nach einem 1:1 zum Turnierstart gegen die Schweiz bedeutete ein 2:4 im Wiederholungsspiel das Aus.

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