Historische Pleite
Madrid feuert Bayern aus der Champions League

Cristiano Ronaldo feiert zwei Rekordtreffer, Bayern München kassiert eine Rekordklatsche auf internationalem Parkett: Die Mission Triple-Verteidigung ist ad acta gelegt. Pep Guardiolas Taktik wird auseinandergenommen.
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Aus und vorbei - Real Madrid hat einen konfusen FC Bayern München mit voller Wucht von Europas Fußball-Thron gestoßen. Zwei Jahre nach dem Final-Schock gegen den FC Chelsea erlebte der Titelverteidiger beim 0:4 (0:3) gegen die „Königlichen“ erneut eine schmerzhafte Champions-League-Nacht im eigenen Stadion.

Sechs Tage nach dem 0:1 in der spanischen Hauptstadt zerstörten der herausragende Sergio Ramos mit einem Kopfball-Doppelschlag in der 16. und 20. Minute sowie der neue Königsklassen-Rekordschütze Cristiano Ronaldo (34./89.) mit seine Saisontreffern 15 und 16 vor 68 000 Zuschauern in der ausverkauften Arena die Münchner Hoffnungen auf die erste Titelverteidigung in der Champions League.

Bayern-Sportchef Matthias Sammer zeigte sich als fairer Verlierer. „Wir sind heute an einer großen Mannschaft gescheitert. Wir waren im letzten Jahr die Champions, jetzt haben wir uns wie Champions zu verhalten und die Niederlage zu akzeptieren“, sagte er.

„Wir haben ein Stück zu wenig Leidenschaft in die Waagschale gelegt, um den Gegner in Probleme zu bringen. Real hat uns unsere Grenzen aufgezeigt“, sagte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge nüchtern. „Das ist eine große Enttäuschung. 0:4 hört sich schon sehr bitter an. Wir hatten uns sehr viel vorgenommen, haben es aber taktisch in der ersten Halbzeit nicht gut gemacht“, bilanzierte Kapitän Philipp Lahm.

Real trifft nach der erfolgreichen Deutschland-Tour von Schalke über Dortmund bis zum Halbfinal-Triumph in München nun am 24. Mai in Lissabon auf den Lokalrivalen Atlético Madrid oder den FC Chelsea.

Ein Jahr nach dem Triple-Gewinn können die Bayern im ersten Jahr unter Trainer Pep Guardiola zumindest noch im DFB-Pokalfinale am 17. Mai in Berlin gegen den nationalen Rivalen Borussia Dortmund das Double holen. Allerdings muss Guardiola den deutschen Meister in den knapp drei Wochen bis zum Cup-Endspiel physisch und besonders mental wieder in die Erfolgsspur bringen.

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