Fußball
Hoeneß-Zukunft hängt von Präsident Beckenbauer ab

Bayern-Manager Uli Hoeneß hat die Spekulationen um seine Zukunft als "eine Ente" bezeichnet. Der 53-Jährige will nur weiter die Geschicke des Klubs leiten, wenn Franz Beckenbauer auch über 2006 hinaus Präsident bleibt.

Die Zukunft von Manager Uli Hoeneß beim deutschen Rekordmeister Bayern München ist anscheinend wieder offen. Nachdem Hoeneß am Mittwoch via Sport-Bild verkündet hatte, die Geschicke des Vereins noch bis 2011 lenken zu wollen, meinte er jetzt, die Geschichte sei "eine Ente" gewesen. Er wolle nur Manager bleiben, falls Präsident Franz Beckenbauer über Ende 2006 hinaus Vereinschef bleibe, sagte der 53-Jährige den Münchner Blättern tz und Süddeutsche Zeitung.

"Mir schwebt der Zeitpunkt 2008 vor", sagte Hoeneßüber das mögliche Ende seiner seit 1979 währenden Amtszeit. Sollte aber Beckenbauer 2007 Präsident der Europäischen Fußball-Union (Uefa) werden, "will ich als Manager aufhören, weil ich auf keinen Fall den Präsidenten-Posten in andere Hände geben würde", sagte Hoeneß, der Beckenbauer dann an der Spitze des FC Bayern beerben würde.

"Es hängt alles davon ab, was der Franz macht"

Der Wechsel in den Präsidenten-Sessel schon 2007 wäre ihm aber "lieb, das würde mir gut reinpassen, denn ich habe meiner Frau versprochen, kürzer zu treten", erklärte Hoeneß weiter. Gegen einen Kandidaten Beckenbauer würde er aber nicht antreten. "Es hängt alles davon ab, was der Franz macht", sagte Hoeneß, der Zweifel hegt, dass Beckenbauer sich tatsächlich um das Amt des Uefa-Chefs bewerben wird. "Er hat jetzt seine neue Familie, die kleinen Kinder, und das ist ihm doch sehr wichtig", meinte der Bayern-Macher.

Über einen Nachfolger habe er sich gleichwohl bereits Gedanken gemacht, berichtete Hoeneß: "Es müssten zwei sein. Einer, der das Sportliche macht, und einer, der für das Wirtschaftliche zuständig ist." Er habe schon Gespräche geführt, Bayern-Torhüter Oliver Kahn gehöre aber nicht zu den Kandidaten: "Der spielt dabei überhaupt keine Rolle, und er will ja auch weiter Fußball spielen."

Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff dagegen vereinige "beide Fähigkeiten und macht bis jetzt wirklich einen sehr guten Job beim DFB - über ihn werden wir sicherlich nachdenken". Das Anforderungsprofil für den neuen Manager definiert Hoeneß wie folgt: "So jemand muss die Türen bei den Sponsoren öffnen können, wie wir das derzeit schaffen. Am besten wäre auch da jemand, der aus dem Sport kommt." Hoeneß sucht deshalb "Leute mit Charisma".

Klaus Allofs im Gespräch

Im Gespräch ist auch Klaus Allofs, derzeit Sportdirektor bei Werder Bremen. Auf Anfrage der tz antwortete der 49-Jährige mit einer Gegenfrage: "Wenn ich Sie frage, ob Sie sich grundsätzlich vorstellen könnten, zur besten Zeitung zu wechseln, dann müssten Sie doch ja sagen, weil das eine reizvolle Sache ist." Allofs´ Vertrag in Bremen läuft 2007 aus.

© SID

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