Hooligan-Experten sollen gewalttätige Auseinandersetzungen verhindern
Polizei nimmt Gewalttäter ins Visier

Gewalttaten und Krawalle von Hooligans sollen bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland mit aller Macht verhindert werden. Eine wichtige Rolle wird dabei die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) beim Landeskriminalamt Düsseldorf spielen.

HB DüSSELDORF. "Es ist das größte organisatorische Projekt, das wir je hatten", sagte Andreas Morbach, stellvertretender Leiter der ZIS, in einem dpa-Gespräch. Und das gewichtigste Vorhaben seit Gründung der ZIS 1991: "Wir wollen uns keine Blöße geben, es darf nichts schief gehen."

Bilder von brutalen Fan-Schlägereien oder gar Straßenschlachten zwischen Hooligans und der Polizei bei WM-Spielen im kommenden Jahr sind die Horrorvision von Sicherheitskräften, Organisatoren und der Politik. Nicht vergessen sind der brutale Überfall auf den französischen Polizisten David Nivel bei der WM 1998 durch deutsche Fußball-Gewalttäter oder die Krawalle in der belgischen Stadt Charleroi bei der EM 2000 um das Spiel Deutschland - England.

Seitdem haben ZIS und ähnliche Organisationen in Europa ihre Arbeit zur Prävention von Gewalttaten im Fußball immer weiter verbessert und verfeinert. Auszuschließen ist aber Hooliganismus nicht, wie die Ausschreitungen beim Freundschaftsspiel Slowenien - Deutschland in Celje oder zuletzt in Italien gezeigt haben.

Um ähnliche Szenen im nächsten Jahr zu verhindern, wird bis zum Beginn des Confederations Cup (15. bis 29. Juni) in Neuss die "Zentrale Informationsstelle für die WM 2006" geschaffen. Unter der Ägide der ZIS, die von gegenwärtig 13 auf 150 Mitarbeiter aufgestockt wird, werden bekannte "Pappenheimer" aus dem In- und Ausland unter Beobachtung genommen.

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