HSV bestätigt

Jens Todt wird Sportdirektor in Hamburg

Jens Todt wird Sportdirektor beim HSV. Der 47 Jahre alte Ex-Nationalspieler ist der Wunschkandidat des neuen Clubchefs Heribert Bruchhagen. Todt präsentierte sich im Trainingslager in Dubai voller Tatendrang.
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Der Ex-Nationalspieler Jens Todt wird neuer Sportdirektor beim Hamburger Sportverein. Er tritt damit die Nachfolge von Peter Knäbel an. Quelle: dpa
Jens Todt

Der Ex-Nationalspieler Jens Todt wird neuer Sportdirektor beim Hamburger Sportverein. Er tritt damit die Nachfolge von Peter Knäbel an.

(Foto: dpa)

HamburgDie Rückkehr von Wunschkandidat Jens Todt zum Hamburger SV ist perfekt. Der norddeutsche Fußball-Bundesligist teilte am Freitagmorgen mit, dass er mit dem 47 Jahre alten Ex-Nationalspieler Einigung über einen Zweijahresvertrag als Sportdirektor erzielt hat. „Ich habe das sichere Gefühl, dass Jens Todt aufgrund seiner Vita sehr gut zu Markus Gisdol und mir passt“, sagte HSV-Clubchef Heribert Bruchhagen zur Verpflichtung des ehemaligen Bundesliga- und Nationalspielers, der zuletzt als Sportchef beim Zweitligisten Karlsruher SC tätig war und nun eng mit dem HSV-Trainer Gisdol zusammenarbeiten soll. Mit den Karlsruhern wurde ein Ablösespiel (noch ohne Termin) vereinbart.

Todt, der bereits am Donnerstag - seinem 47. Geburtstag - direkt aus seinem Urlaubsdomizil Thailand im HSV-Trainingslager in Dubai eingetroffen war, erklärte: „Es ist etwas Besonderes für mich, beim HSV Verantwortung zu übernehmen. Ich freue mich sehr auf diese anspruchsvolle Aufgabe und bin bereit, meinen Beitrag zu leisten.“

Der Europameister von 1996 folgt auf den Direktor Profifußball Peter Knäbel, von dem sich der HSV im Mai 2016 getrennt hatte. Dessen Aufgaben hatte bis zum Jahresende der mittlerweile ebenfalls ausgeschiedene Ex-Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer mit übernommen.

„Die meisten vertragen eh nicht viel“
„Die Fesseln können nicht so schlecht gewesen sein, so wie wir die letzten Jahre vorneweg marschiert sind.“
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Replik von Kapitän Philipp Lahm nach dem 6:0 gegen Bremen am 1. Spieltag auf die Aussage von ARD-Experte Mehmet Scholl, die Bayern seien von Pep Guardiolas Fesseln befreit worden.

„Ich komme aus Schweden. Da ist man 35 Grad nicht gewöhnt – minus 35 vielleicht.“
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Gladbachs Linksverteidiger Oscar Wendt zur „Hitzeschlacht“ gegen Bayer Leverkusen am 1. Spieltag.

„Wir werden uns nicht hinten reinstellen und eine Kerze anzünden.“
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Ingolstadts damaliger Trainer Markus Kauczinski nach dem 2. Spieltag zur kommenden Herkulesaufgabe beim FC Bayern München.

„Wir hatten einen Plan. Er hat nur einfach nicht funktioniert.“
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Leverkusens Nationalspieler Julian Brandt nach der 1:2-Niederlage bei Eintracht Frankfurt am 3. Spieltag.

„Nein, ich muss ja früh ins Bett. Ich muss doch morgen um 14.00 Uhr zum Tanztee.“
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Darmstadts damaliger Trainer Norbert Meier, am 4. Spieltag mit 58 damals ältester Bundesliga-Trainer, auf die Frage, ob er das 1:1 gegen Hoffenheim und seinen Geburtstag noch ein bisschen feiere.

„Ich will nicht, dass wir wie Werder Bremen spielen - das wäre ja verrückt.“
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Der frühere Werder- und damalige Wolfsburg-Manager Klaus Allofs zur 1:2-Niederlage des VfL in Bremen am 5. Spieltag.

„Ein faires Spiel sagt der Trainer der Mannschaft mit 21 Fouls zum Trainer der Mannschaft mit sieben Fouls.“
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Dortmunds Trainer Thomas Tuchel nach dem 0:2 bei Bayer Leverkusen am 6. Spieltag zur Aussage seines Kollegen Roger Schmidt.

Der frühere Abwehr- und Mittelfeldspieler ist beim HSV ein alter Bekannter. Denn der frühere Abwehr- und Mittelfeldspieler war bereits von 2008 bis 2009 als Leiter der Nachwuchsabteilung für den Traditionsclub tätig. Diese Funktion übte er anschließend auch beim VfL Wolfsburg aus, ehe er als Sportdirektor für die Zweitligisten VfL Bochum und Karlsruher SC arbeitete. Beim KSC wurde er am 24. November freigestellt, weil er seinen im Sommer auslaufenden Vertrag nicht vorzeitig verlängern wollte.

HSV-Trainer Markus Gidsol hatte bereits am Donnerstag vor dem Abflug nach Dubai über Todt gesagt: „Es ist wichtig, dass jetzt ein Manager da ist, der sich voll reinhaut und mich entlastet. Alleine schaffe ich das nicht.“ Und zur nun endlich komplettierten HSV-Führung mit einem Augenzwinkern ergänzt: „Schön, dass wir jetzt ein ganz normaler Fußballclub sein können.“

Todt stellte sich am Freitag bereits den Medienvertretern im Meydan Hotel in Dubai vor und sprühte vor Tatendrang: „Die Zeit rennt. Ich will schnellstmöglich den Trainerstab und die Mannschaft intensiv kennenlernen. Die Transferperiode ist Priorität Nummer eins.“

Rote Bullen, Torgeilheit und Trainerschwund
Top: RB Leipzig
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Auch die deutliche 0:3-Niederlage beim FC Bayern konnte dem Aufsteiger aus Sachsen die bis dato fantastische Hinserie nicht verderben. 36 Punkte nehmen die Leipziger mit ins Jahr 2017, eine hervorragende Ausgangsposition. „Ich bin bis hierher sehr stolz auf das, was diese Mannschaft geleistet hat“, sagte Trainer Ralph Hasenhüttl nach der „Lehrstunde“ von München. Das Saisonziel, eine „sorgenfreie Saison zu spielen“, hat der Emporkömmling praktisch schon erreicht.

Flop: Trainer
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Viktor Skripnik (im Bild), Bruno Labbadia, Dieter Hecking, Markus Kauczinski, Norbert Meier, Dirk Schuster und André Schubert: Bereits sieben Trainer mussten ihren Posten in der Hinrunde abgeben. Der Trend geht bei der Folgebesetzung immer mehr zu Lösungen aus dem eigenen Lager wie bei Alexander Nouri (Bremen) oder Valérien Ismaël (Wolfsburg). Darmstadt und Augsburg ließen sich Zeit und stellten zunächst Ramon Berndroth und Manuel Baum als Interimslösung ein.

Top: Torhungrige Stürmer
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In der vergangenen Spielzeit lieferten sich Pierre-Emerick Aubameyang (Dortmund) und Robert Lewandowski vom FC Bayern ein Wettschießen um die Torjägerkanone. Auch in dieser Saison haben der Gabuner (16 Tore) und der Pole (12) schon wieder ein prall gefülltes Torekonto. Doch auch Angreifer Anthony Modeste (im Bild), der 13 von 21 Treffern des 1. FC Köln erzielt hat, mischt im Kampf um die Torjägerkanone munter mit.

Flop: Hamburger SV
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Der krisengeplagte Traditionsclub legte einmal mehr ein Halbjahr voller Pleiten, Pech und Pannen hin. Bruno Labbadia musste als Trainer gehen, Dietmar Beiersdorfer wurde seine Posten als Sportdirektor und Vorstandsvorsitzender los, Jörn Wolf trat als Medienchef ab, und auch Aufsichtsratsboss Karl Gernandt zog sich zurück. Sportlich? 13 Punkte, 31 Gegentore und – mal wieder – der Relegationsrang 16. Neuer starker Mann ist Heribert Bruchhagen, der den Verein als Vorstandsboss in eine bessere Zukunft führen soll.

Top: Julian Nagelsmann
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Mit 29 Jahren ist Nagelsmann der jüngste Chefcoach der Bundesliga-Geschichte. Nach den ersten zehn Monaten seiner Amtszeit steht er bereits auf einer Stufe mit dem Titelverteidiger in der Champions League – zumindest statistisch: Seine Hoffenheimer sind als einziges Team neben Real Madrid in den europäischen Topligen noch ungeschlagen.

Flop: Schiedsrichter
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Zu einem Ärgernis gerieten im ersten Fußball-Halbjahr die Schiedsrichter und deren Leistungen. Selbst Routiniers wie Felix Brych und Wolfgang Stark (im Bild, M.) hatten in dem Hochgeschwindigkeitsspiel mitunter Probleme. Die Torlinientechnik wurde zwar eingeführt, jedoch wird der Ruf nach dem bereits beschlossenen Videobeweis in der Liga nach der vergangenen Halbserie immer lauter.

Top: Spannung in der Liga
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Die ersten vier Verfolger von Tabellenführer FC Bayern? Leipzig, Hertha, Frankfurt und Hoffenheim. Wohl selten hat eine Tabellenkonstellation eine so spannende Rückserie versprochen wie in dieser Spielzeit. Vize-Meister Dortmund lauert zwar auf Rang sechs, die weiteren Topteams aus Leverkusen, Schalke, Wolfsburg oder Gladbach haben aber bereits einen beträchtlichen Rückstand auf die internationalen Ränge.

Über Wintertransfers sagte er: „Sie sind die schwersten - jeder möchte einen vollintegrierten Spieler, der jede Partie in der Hinrunde gespielt hat.“ Coach Gisdol wünscht sich nach der Verpflichtung Mergim Mavrajs vom 1. FC Köln noch einen Sechser und einen weiteren Innenverteidiger, als heißer Kandidat gilt Neven Subotic von Borussia Dortmund.

Zu möglichen Abgängen sagte Todt: „Wir müssen keine Spieler abgeben. Wenn aber jemand unzufrieden ist, dann wird er auf mich zukommen. Wie Alen Halilovic, eine Leihe ist denkbar.“ Das im vergangenen Sommer vom FC Barcelona verpflichtete 20 Jahre alte Top-Talent ist bisher in der Hansestadt nicht glücklich geworden.

Der neue Sportchef ist sich der besonderen Herausforderung beim chronisch unruhigen HSV bewusst: „Jeder Standort hat seine eigenen Hürden - die Mechanismen sind gleich, aber die Begleiterscheinungen sind unterschiedlich.“

  • dpa
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