Fußball
HSV empfängt Bayern zum Gipfeltreffen

Der Hamburger SV empfängt im heutigen Spitzenspiel Rekordmeister Bayern München und will durch einen Sieg die Meisterschaft spannend halten. Schalke hingegen will mit einem "Dreier" gegen Hannover die Minikrise beenden.

Wenn am heutigen Samstag der 7. Spieltag in der Bundesliga angepfiffen wird, blickt ganz Fußball-Deutschland gebannt in die Hamburger WM-Arena. Dort empfängt der Tabellenzweite Hamburger SV den zurzeit noch unbesiegten Rekordmeister Bayern München (15.30 Uhr/live bei Premiere). Mit einem Sieg könnte das Team von Thomas Doll den Meisterschaftskampf wieder spannend machen. Denn wer soll denn die Bayern stoppen, die ihre vergangenen 15 Punktspiele in Folge gewonnen haben, wenn nicht der seit 16 Pflichtspielen ungeschlagene HSV?

"Für uns ist es das größte Spiel des Jahres", sagt HSV-Chef Bernd Hoffmann. Dabei ist für seinen Verein ein Erfolg am Donnerstag im Uefa-Cup-Spiel beim FC Kopenhagen eigentlich wichtiger als eines von 34 Bundesligaspielen.

Die gesamte Liga drückt den Hanseaten die Daumen. "Wenn einer im Moment eine Chance hat, die Münchner zu besiegen, dann der HSV", glaubt Zlatan Bajramovic vom "Vize" Schalke 04, und Ivan Klasnic vom zweiten Bayern-Jäger Werder Bremen hofft: "Wäre nicht schlecht, wenn der HSV gewinnen würde". Doch das alles interessiert HSV-Trainer Thomas Doll nicht: "Wir brauchen keine Schulterklopfer, wir kümmern uns nur um uns."

Schalke will Minikrise bewältigen

Platz zwei belegen die Hamburger ja auch vor allem wegen des Bremer Versagens am vergangenen Dienstag in der zweiten Halbzeit bei Borussia Mönchengladbach. Der ambitionierte Ex-Meister muss sich im zweiten Topspiel nun daheim den unter Interimstrainer Rudi Völler bereits auf Platz fünf vorgerückten Verfolger Bayer Leverkusen vom Leibe halten. Schalke versucht die Bewältigung seiner Minikrise im Heimspiel gegen Hannover 96. "Wenn wir das nicht gewinnen, dann brennt hier der Baum", sagt der Ex-Hannoveraner Gerald Asamoah.

Im Tabellenkeller stehen sich die einzigen noch sieglosen Teams von Schlusslicht MSV Duisburg und des Tabellen-Drittletzten 1. FC Nürnberg gegenüber - für MSV-Coach Norbert Meier schon "ein Endspiel". Der VfL Wolfsburg empfängt Eintracht Frankfurt, Arminia Bielefeld spielt gegen Mönchengladbach, und der FSV Mainz 05 will nach dem Auswärtssieg beim 1. FC Kaiserslautern nun gegen Borussia Dortmund auch zuhause gewinnen: "Der BVB ist eine bärenstarke Mannschaft", sagt 05-Trainer Jürgen Klopp, "aber wir haben zur Jagd geblasen."

Am Sonntag (17.30 Uhr) empfängt der VfB Stuttgart die Lauterer, und der Tabellen-Vierte Hertha BSC Berlin tritt beim 1. FC Köln an. Eine weitere Heimpleite würde in Stuttgart die Diskussion um Trainer Giovanni Trapattoni weiter verschärfen.

HSV warten seit fast zehn Jahren auf einen Sieg gegen Bayern

Der HSV wartet inzwischen seit fast zehn Jahren vergeblich auf einen Sieg gegen die Bayern. Im Februar 1996 war es, als Uwe Jähnig in der Schlussminute der 2:1-Siegtreffer gegen Oliver Kahn gelang. HSV-Trainer damals: Felix Magath. "Ist das schon so lange her?", meint der heutige Bayern-Coach dazu: "Na, dann sollte es dem HSV ja auf ein, zwei weitere Jahre nicht ankommen."

Doch die Führungsetage der Münchner hat den "neuen" HSV längst geadelt und als gefährlichen Kontrahenten wahrgenommen. "Ich glaube, dass die Hamburger bis zum Schluss ein ernsthafter Konkurrent für uns sind", meint Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Auch Manager Uli Hoeneß fiebert der Begegnung entgegen: "Das wird eine heiße Kiste, auch der HSV hat einen Lauf. Ich traue ihnen zu, dass sie auch am Ende der Saison ganz oben stehen."

© SID

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