HSV-Gag auf Twitter
#sindwirnochdrin?

Das Fußballmagazin „Kicker“ lässt den Hamburger SV aus Versehen komplett aus der Bundesliga-Tabelle verschwinden. Der Klub reagiert auf Twitter mit Selbstironie und gewinnt zumindest Sympathiepunkte zurück.
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DüsseldorfDer Saisonstart des Hamburger SV war mies: drei Spiele, ein Remis, zwei Niederlagen, 0:5 Tore, Tabellenletzter. Coach Mirko Slomka musste gehen, nun übernimmt der bisherige U23-Trainer Josef Zinnbauer. Nach dem Gerade-noch-so-Klassenerhalt in der vergangenen Saison und einem verkrampften Auftritt in der Relegation gegen Greuther Fürth (0:0, 1:1) machen die Hamburger in der neuen Saison weiter, wo sie aufgehört haben. Sogar zahlreiche Fans haben für den einst so stolzen Verein nur noch Spott und Häme übrig. Nicht wenige neutrale Beobachter wünschen sich den zeitweise blutleer wirkenden Bundesliga-Dino in die zweite Liga.

Der Kicker ist diesem Wunsch nachgekommen und hat die Zahl der Bundesliga-Teams in ihrer gedruckten Tabelle von 18 auf 17 eingedampft und den HSV kurzerhand verschwinden lassen. Vermutlich war es ein Versehen, doch Psychoanalytiker würden von klassischer Verdrängung sprechen. Der HSV – auf Grund unterirdischer Leistungen aus dem Bewusstsein des Fußball-Publikums und der Fachpresse verdrängt. Soweit der pathologische Befund.

Das einzige, was dem krisengeschüttelten Verein wie jedem anderen Totgeweihten bleibt: Galgenhumor. So hat der Hamburger SV auf seinem Twitter-Kanal ein Foto der falschen Kicker-Tabelle gepostet. Darunter heißt es: „Lieber Kicker, zugegeben, unser Saisonstart war mies, aber ist das mit der DFL abgesprochen? #sindwirnochdrin?“ Fazit: Über sich selbst lachen kann man in Hamburg noch, es ist nicht alles verloren.

Anis Micijevic ist freier Journalist und schreibt für Handelsblatt Online. Quelle: Armin Dahl / Handelsblatt Online
Anis Micijevic
Handelsblatt / Spätdienst Online + Mobile

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