Fußball
HSV geht selbstbewusst in Endspiele gegen Valencia

Mit einem Erfolg im UI-Cup-Finale gegen den FC Valencia könnte sich der Bundesligist Hamburger SV noch für den Uefa-Cup qualifizieren. Einzig den Ausfall von Kapitän van Buyten muss der HSV verkraften.

Vor Selbstbewusstsein strotzt der HSV im Moment geradezu: Sieben Pflichtspiel-Siege in Serie und 509 Minuten ohne Gegentor sorgen für eine breite Brust: Selbstbewusst und optimistisch geht der Hamburger SV in das Final-Hinspiel des UI-Cups am heutigen Dienstag (20.15 Uhr/live im DSF) gegen den spanischen Ex-Meister FC Valencia. Nachdem der 1. FC Nürnberg beim Ligastart am vergangenen Wochenende zum Aufbaugegner degradiert wurde, soll nun auch die letzte Hürde auf dem Weg in den Uefa-Pokal aus dem Weg geräumt werden. Finanziell lohnt sich bereits das Endspiel des "Strohhalm-Cups". Zuschauer-, Werbe- und TV-Einnahmen dürften rund eine Million Euro in die Kassen der Hanseaten spülen.

"Valencia ist sicher eine starke Mannschaft, aber wir sind auch eine Top-Truppe und können gewinnen. Wir sind topfit und stehen sehr kompakt. Valencia muss bei uns erstmal ein Tor schießen", sagt HSV-Trainer Thomas Doll, der allerdings wohl weiterhin auf seinen verletzten Mannschaftskapitän Daniel van Buyten verzichten muss. Der zuletzt ebenfalls angeschlagene Innenverteidiger Khalid Boulahrouz scheint aber rechtzeitig fit zu werden.

Valencia offensiv sehr gut bestückt

Gerade in der Defensive dürfen sich die Hamburger gegen die Spanier auch keine Schwäche erlauben. Valencias Sturmduo Patrick Kluivert und David Villa sorgt ständig für Torgefahr. In Marco di Vaio hat der Uefa-Pokal-Sieger von 2004 sogar noch einen weiteren hochkarätigen Angreifer in der Hinterhand. Einzige Schwäche Valencias könnte die rechte Defensivseite sein, wo Stammspieler Curro Torres mit einem Kreuzbandriss ausfällt. Ansonsten ist die Elf des neuen Trainers Quique Sanchez Flores mit Stars gespickt und bietet selbst für Klassespieler wie dem argentinischen Nationalspieler Pablo Aimar oder Ruben Baraja derzeit keinen Platz.

"Für uns zählt gegen Hamburg nur der Sieg. Ein Ausscheiden wäre eine riesengroße Enttäuschung. Dann hätten wir unsere Hausaufgaben nicht gemacht", meint di Vaio, der mit seinem Klub erst am 26. August in die neue Saison der Primera Division startet: "Das könnte ein kleiner Vorteil für die Hamburger sein. Sie sind schon ein wenig besser im Rhythmus."

Fans sind gefordert Mannschaft zum Sieg zu peitschen

Neben Hoffnungsträger Rafael van der Vaart und seiner mannschaftlichen Geschlossenheit baut der HSV aber vor allem auf seine Fans. 50 000 Zuschauer werden in der AOL-Arena erwartet. "Ich freue mich auf einen tollen Abend. Es wird wieder eine einmalige Atmosphäre herrschen. Mit unseren Fans im Rücken können wir es packen", sagt HSV-Sportchef Dietmar Beiersdorfer.

Sollten sich die Hanseaten, die nach dem Ausscheiden von Borussia Dortmund und des VfL Wolfsburg letzter verbliebener Bundesligist im UI-Cup sind, durchsetzen, würden sie im vierten Versuch erstmals nachträglich in den Uefa-Pokal einziehen. 1997 scheiterte man in der fünften Runde am SC Bastia, zwei Jahre später war der SC Montpellier im Finale Endstation, und in der vergangenen Saison unterlag man in der zweiten Runde dem FC Villareal. Das Rückspiel in Valencia findet am 23. August statt.

© SID

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