HSV trotz Pleite mit Zuversicht
Irritationen um Aus für Doll

Als die Krisen geschüttelten Hanseaten nach dem 1:3 (1:0) beim FC Arsenal in der Heimat landeten war für Ärger und Enttäuschung über die fünfte Champions-League-Niederlage im Charterflieger kein Platz. Die Konzentration galt schon dem Klassiker gegen die Bayern – und dem Dementi des angeblich intern schon besprochenen Aus für den Trainer, das eine Zeitung vermeldete. Die Vereinsführung reagierte empört.

dpa LONDON. Nach der Partie in London war es wie immer und doch ganz anders: Der Hamburger SV verliert weiter und versprüht dennoch Zuversicht. Gleich nach der Ankunft in Fuhlsbüttel bat Thomas Doll seine Spieler zum Training, um die Aufmerksamkeit sofort wieder auf den Abstiegskampf in der Fußball-Bundesliga mit dem Klassiker gegen Bayern München zu lenken. „Wir werden ein paar positive Dinge mitnehmen“, sagte der Chefcoach.

Auch die Spieler schöpften nach dem couragierten Auftritt beim 13fachen englischen Meister neuen Mut. „Wenn wir immer so als Einheit spielen, dann ist das in Ordnung“, sagte Abwehrspieler Bastian Reinhardt, der seinen Vorderleuten zwei Tage zuvor noch die Bundesligatauglichkeit abgesprochen hatte. „Das war eine klasse Leistung, die erste Halbzeit war das Beste, was ich beim HSV erlebt habe.“ Die Freude wich aber schließlich der bitteren Erkenntnis: „Wir werden für unsere Arbeit einfach nicht belohnt.“

In der Tat hatte der Bundesliga-Vorletzte, dessen Serie des Grauens nunmehr bei nur einem Sieg in 21 Saisonspielen steht, unerwartet frech begonnen und mit dem Traumtor von Rafael van der Vaart die Engländer aus den Konzept gebracht. „Absteigen werden die nicht. Dafür sind die zu gut“, meinte Arsenal-Torwart Jens Lehmann und leistete damit verbale Aufbauhilfe. „Normalerweise hätten sie ein Unentschieden verdient gehabt.“ Doch ein Patzer von HSV-Schlussmann Stefan Wächter leitete das erneute Unheil ein.

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