„Ich will den BVB nicht totsparen"
BVB denkt über Kapitalerhöhung nach

Der neue Geschäftsführer der Borussia Dortmund KGaA, Thomas Treß, schließt mittelfristig eine erneute Kapitalerhöhung nicht aus. Gespräche darüber würden bereits geführt, sagte er der Online-Redaktion des Handelsblatt am Rande der Bilanzpressekonferenz des börsennotierten Fußball-Bundesligisten am Freitag in Dortmund.

DORTMUND. „Man muss ja erst einmal jemanden haben, der dann auch Kapital zeichnet. Wir müssen dafür viel Vertrauen schaffen. Wir führen natürlich immer Gespräche, sei es um Fremdkapital oder Eigenkapital zu beschaffen.“ Nach Informationen aus BVB-Kreisen wird das Thema Kapitalerhöhung möglicherweise schon auf der kommenden Hauptversammlung auf der Tagesordnung stehen. Treß soll zum 1. Januar 2006 in die Geschäftsführung berufen werden. Er arbeitet bislang noch für die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rölfs Partner, die den Sanierungsplan des BVB erstellt hat und die Dortmunder weiterhin berät.

Denjenigen, die angesichts der finanziellen Lage der Borussia die Verpflichtung eines zweiten Geschäftsführers neben Hans-Joachim Watzke kritisieren, hält Treß entgegen: „Wenn ich als Berater weiter gemacht hätte, wäre es für den BVB teurer gewesen.“ Watzke betonte, dass die verpflichtung sein ausdrücklicher Wunsch gewesen sei. „Durch die Verpflichtung von Thomas Treß haben wir deutlich gemacht, dass wir nicht im eigenen Saft schmoren. Das hier kann keine Ein-Mann-Veranstaltung sein.“

Rückendeckung für die Verpflichtung von Treß gab am Rande der Bilanzpressekonferenz auch Carsten Heise von Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW): „Die ist absolut notwendig. Für Aktionäre ist das Vier-Augen-Prinzip sehr wichtig. Herr Treß ist ein ausgewiesener Zahlenfachmann, und den hat der BVB dringend gebraucht.“

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