Im „Endspiel“ gegen Werder
Barça vertraut auf Ronaldinhos Magie

dpa MADRID. Mit seinem Lächeln hat Ronaldinho den FC Barcelona vor drei Jahren aus einer langen Krise und einem Tal der Tränen befreit. Nun soll der Brasilianer den spanischen Meister mit seiner Magie zu einem Sieg über Werder Bremen führen.

Auf dem Weltfußballer des Jahres 2005 ruhen alle Hoffnungen der Barça-Fans, dass der Titelverteidiger der Champions League nicht bereits in der ersten Runde ausscheidet. „An den großen Fußballabenden ist Ronaldinho immer voll da“, glaubt das Fachblatt „Sport“ zu wissen. Und „Marca“ ergänzt: „Wenn 'Dinho' inspiriert ist, hat Barça nichts zu fürchten.“

Damit Ronaldino gegen die Bremer in Bestform auflaufen kann, ließ Trainer Frank Rijkaard ihn im Punktspiel bei UD Levante pausieren. Die „Restelf“ erreichte beim Aufsteiger nur ein 1:1 und hätte sogar die Tabellenführung in der Primera División eingebüßt, wenn nicht ausgerechnet Espanyol Barcelona helfend eingesprungen wäre. Der kleine Nachbar schlug den Verfolger FC Sevilla 2:1 und verhinderte, dass der Uefa-Cup-Sieger Barça von der Spitze verdrängte.

Von Ronaldinho hatte es in letzter Zeit häufig geheißen, er laufe seiner Form hinterher und habe seinen Zauber eingebüßt. Die Zahlen sprechen jedoch eine andere Sprache. Ronaldinho ist mit zehn Treffern Barças erfolgreichster Torschütze in der Liga. Seit die Stürmer Samuel Eto'o und Lionel Messi für Monate ausfielen, ist er noch wichtiger geworden. „Gegen Werder denke ich nur an einen Sieg“, sagt er. „Wir müssen mit Freude spielen und vor allem mit viel Tempo.“

Die Statistik spricht für Barça. Die Katalanen haben gegen Werder noch nie verloren und in fünf Spielen drei Siege und zwei Remis erreicht. In der Champions League sind sie daheim seit 16 Spielen ungeschlagen. Dennoch ist ihnen beim Gedanken an Werder nicht wohl zumute. Barça fürchtet vor allem die „langen Kerls“ der Bremer, die im Durchschnitt fast neun Zentimeter größer sind als die Blau-Roten. Um Werder möglichst wenig Kopfballchancen zu erlauben, gilt die Devise: den Ball flach halten und den Bremern möglichst wenig Flanken, Freistöße und Eckbälle gestatten.

Höchst ungern erinnern sich die Katalanen vor dem entscheidenden Spiel gegen Werder an ihre schwärzeste Nacht im Europacup vor fast genau 13 Jahren. Barça war damals ebenfalls Titelverteidiger und musste - genau wie jetzt gegen Werder - gegen Zska Moskau gewinnen, um ins Achtelfinale zu kommen. Das „Dream Team“ von Trainer Johan Cruyff verlor aber 2:3 und schied aus.

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