Image von Fußballklubs
BVB erneut Markenmeister, Bayern nur Achter

Fußballforscher aus Braunschweig haben die Strahlkraft der Fußballklubs untersucht. Aus mehr als 4000 Interviews ergab sich: Borussia Dortmund hat die beste Marke. Was die Deutschen außerdem über die Vereine denken.
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DüsseldorfDas Image eines Fußballvereins ist ein großer Schatz. So dürfte die Marke von Bayern München weltweit rund eine Milliarde Euro wert sein, ergab eine Studie von Brand Finance. Bei Borussia Dortmund könnten es knapp eine halbe Milliarde Euro sein. Betrachtet man dagegen nur Deutschland, strahlt der Rekordmeister weit weniger.

Borussia Dortmund ist in den Augen der Menschen der Deutsche Markenmeister. Dies ergab jedenfalls zum sechsten Mal in Folge die große Fußballstudie der Technischen Universität Braunschweig. Sie beruht auf einer repräsentativen Befragung von Deutschen zwischen 18 und 69 Jahren und 4060 Interviews, die Ende Juli und Anfang August 2017 geführt wurden.

Die Forscher aus Braunschweig komprimieren ihre Ergebnisse in einem Index, um die Einschätzungen zu den 36 Profi-Vereinen vergleichen zu können. Der BVB erreichte hier in diesem Jahr nur gut 60 Punkte, was wohl vor allem eine Folge der intensiven Diskussion um die Entlassung von Trainer Thomas Tuchel ist.

„Dies führte zu einer Polarisierung in der Öffentlichkeit“, stellt Studienautor Professor David Woisetschläger fest. „Doch die Ergebnisse des diesjährigen Vereinsmarkenrankings zeigen, dass die öffentliche Wahrnehmung der Vereinsmarke Borussia Dortmund, gemessen anhand der Markenkomponenten der Vereinsbekanntheit und Vereinseinstellung, nach wie vor positiv bleibt.“

Allerdings sind die Dortmunder nicht mehr überall Spitze. Als sympathischer wurden in diesem Jahr zum Beispiel der FC St. Pauli, der SC Freiburg und Mainz 05 bewertet. Das ist aber auch der einzige Wermutstropfen für die Schwarz-Gelben. Beim Kriterium „ist sehr gut“ liegen sie auf Platz 1 vor den Bayern, und bei „ist sehr attraktiv“ ebenfalls – und das sogar sechs Plätze vor dem Rekordmeister.

Das Problem der Münchner ist: Sie polarisieren sehr stark. Passend zum Vereinsmotto „Mia san mia“ spalte kein Verein die Nation stärker als der FC Bayern München – die Untersuchung zeige hier das höchste Maß an Uneinigkeit der Befragten, was die Einstellung zur Marke angehe, stellen die Braunschweiger Forscher fest.

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