In München brodelt es
Magath sieht Bayern vor „schwerer Saison“

In München brodelt es gewaltig: Nach der blamablen Heimpleite gegen Schlusslicht Hannover 96 hinkt der deutsche Rekordmeister FC Bayern in der Fußball-Bundesliga bereits sechs Punkte hinter Tabellenführer Werder Bremen her. Erklärungsversuche von Trainer Felix Magath.

Herr Magath, wie bewerten Sie die Heimniederlage gegen Hannover?

Es hat sich zum wiederholten Male gezeigt, dass wir Schwierigkeiten gegen defensiv eingestellte Mannschaften haben. Durch das Gegentor nach einem entscheidenden individuellen Fehler haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht. Nach der Pause hat die Mannschaft eine Reaktion gezeigt und mehr Druck gemacht, aber keine klaren Torchancen herausgespielt. Deshalb war es eine verdiente Niederlage.

Wie enttäuscht sind Sie über das Auftreten Ihrer Mannschaft?

Natürlich bin ich enttäuscht vom Ergebnis, aber nicht von der Mannschaft?

Was sind denn Ihrer Meinung nach die Ursachen für diese Leistung?

Roy Makaay, Claudio Pizarro und auch Philipp Lahm sind mit einem grippalen Infekt ins Spiel gegangen. Zudem hatten wir einfach nicht die spielerischen Mittel, waren nicht dynamisch genug, um uns durchzusetzen. Es gibt solche Spiele, wenn man da in Rückstand gerät, wird es ganz schwer.

Würden Sie sagen, dass Ihre Mannschaft in einer Krise steckt?

Nein, ich sehe das nicht als Krise. Wir haben jetzt sechs Punkte Abstand auf Bremen, das ist viel Holz. Wir müssen uns sicherlich an die eigene Nase packen, dass wir diesem großen Rückstand hinterherlaufen. Aber die Meisterschaft ist noch nicht entschieden. Natürlich hätten wir uns eine bessere Ausgangsposition gewünscht.

Sie haben gesagt, Sie wollen Ende November wieder oben stehen. Das dürfte jetzt schwer werden.

Es wird auf jeden Fall schwieriger als vor dem Spiel. Wir müssen jetzt eben versuchen, zum Ende der Vorrunde oben zu stehen.

Vier Niederlagen nach elf Spielen - das gab es zuletzt vor 32 Jahren. Hat der Umbruch der Mannschaft doch größere Auswirkungen, als erwartet?

Wir haben ja bereits vor der Saison gesagt, dass es eine schwere Saison werden kann. Und es wird eine schwere Saison. Wir haben gehofft, dass es nicht ganz so schwer wird.

Wie kommt Bayern aus dieser Situation wieder heraus?

Wir müssen zusammenrücken und uns gegenseitig helfen. Dann geht´s auch wieder, wie Hannover gezeigt hat. Daraus können wir durchaus lernen. Und es werden in den nächsten Tagen und Wochen einige Spieler zurückkommen, die uns verstärken werden. Die Mannschaft ist derzeit nicht in bester Verfassung, aber ich bin guter Dinge, dass sich die Verfassung wieder bessert.

© SID

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