In Verlängerung verloren
Bremen verpasst UEFA-Pokal-Sieg

Werder Bremen hat durch einen schmerzlichen K.o. in der Verlängerung den Erfolg für die Ewigkeit verpasst. Im 38. und letzten Finale um den UEFA-Pokal unterlag der Fußball-Bundesligist am Mittwochabend ohne seinen gesperrten Superstar Diego gegen Schachtjor Donezk mit 1:2 (1:1, 1:1) nach Verlängerung und verfehlte damit 17 Jahre nach dem Sieg im Pokal der Pokalsieger seinen zweiten Europacup-Coup.

HB ISTANBUL. Die Brasilianer Luiz Adriano (25. Minute) und Jadson (97.) mit dem entscheidenden Treffer besiegelten vor 40 000 Zuschauern im Sükrü-Saracoglu-Stadion von Istanbul die Werder- Niederlage und kürten Donezk zum ersten ukrainischen UEFA- Pokalsieger. Bremens Brasilianer Naldo (35.) hatte zwischenzeitlich ausgeglichen und Hoffnungen auf den ersten deutschen Europapokalsieg seit acht Jahren geweckt.

Werder verpasste durch die bittere Final-Pleite auch die direkte Qualifikation für die neue Europa League und kann eine in der Bundesliga missratene Saison nur noch mit dem Gewinn der DFB-Pokals im Finale gegen Bayer Leverkusen versöhnlich beenden. Einzig ein Sieg in Berlin am 30. Mai würde den Hanseaten zudem noch die erneute Europapokal-Teilnahme sichern.

Ausgerechnet im wichtigsten Spiel des Jahres zeigte Werder ohne Diego lange Zeit kaum spielerische Fantasie - der junge Mesut Özil konnte den Brasilianer nicht adäquat ersetzen und Mittelfeldpartner Torsten Frings blieb in seinem dritten verlorenen internationalen Finale klar unter seinen Möglichkeiten. In der Abwehr fehlte ohne den verletzten Abwehrchef Per Mertesacker gerade in der ersten Halbzeit Stabilität.

Aus Personal-Not hatte Trainer Thomas Schaaf sein taktisches Konzept ändern müssen. Ohne Diego, der vor der Partie seinen definitiven Abschied aus Bremen zum Saisonende verkündete - wurde die Werder-Raute zum Mittelfeld-Quadrat mit dem rechtzeitig genesenen Frank Baumann und Peter Niemeyer als defensive sowie Frings und Özil als offensive Pfeiler. In der Verteidigung musste Sebastian Prödl statt Mertesacker ran. Für den ebenfalls gesperrten Hugo Almeida spielte Markus Rosenberg - recht glücklos - neben Claudio Pizarro im Sturm.

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