Indische Superliga
Das neue Paradies für Fußball-Pensionäre

Alessandro Del Piero kickt da. Manuel Friedrich auch. Und noch viele andere Top-Spieler stürzen sich in das Abenteuer Indien. Ihr Antrieb: Geld verdienen. Ihre Mission: Das Cricket-verrückte Volk für Fußball begeistern.
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BangkokDer Weltmeister von 2006 kommt gleich zu Beginn seines Indien-Abenteuers ins Schwitzen. Die Thermometer am Flughafen von Neu Delhi stehen bei über 30 Grad, als die Maschine von Alessandro Del Piero am vergangenen Donnerstag landet.

Die Fans umringen den ehemaligen italienischen Nationalspieler am Ausgang und versuchen, ihm zur Begrüßung Blumenketten um den Hals zu hängen. Der langjährige Juventus-Turin-Spieler geht leicht in die Knie und hält den Kopf hin.

Es scheint, als wolle er in Indien einen guten ersten Eindruck hinterlassen. „Ich bin neugierig und möchte alles über das Land wissen“, sagt er zu den Journalisten. Der Fußballer, der im November 40 wird, gehört zu einer ganzen Reihe ehemaliger Top-Stars, die in diesen Wochen ihr neues Zuhause auf dem Subkontinent beziehen.

Die Liste ist lang: Del Pieros Ex-Nationalteamkollege Marco Materazzi, der französische Welt- und Europameister David Trezeguet, der frühere FC-Arsenal-Star Fredrik Ljungberg, sowie der Champions-League-Sieger Nicolas Anelka und der ehemalige deutsche Nationalspieler Manuel Friedrich.

Sie alle feiern in wenigen Wochen ihr Liga-Debüt in dem 1,2 Milliarden Einwohner großen Land. Ihre Mission lautet: Die Cricket-verrückten Inder vom Fußball zu begeistern. Mit Hilfe der großen Namen aus dem Westen wagen die Fußballfunktionäre einen neuen Anlauf, dem indischen Fußball aus seinem Nischendasein zu verhelfen.

Sie gründeten in dem - gemessen an der Bevölkerung - zweitgrößten Landes der Welt den neuen Wettbewerb Indian Super League (ISL). Die Liga startet am 12. Oktober mit der Partie Atlético de Kolkata gegen Mumbai City FC in seine erste Saison.

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  • Zum Fußball in Indien (Super-League):
    Ein guter Artikel! Doch warum mit dem völlig falschen Begriff "Verein" - das sind diese Fußball-Unternehmen mit ihren Eigentümern und deren Zielen gewiss nicht. Leser in Deutschland verbinden mit dem Vereins-Begriff eine solidarische mitglieder-basierte Organisation. Es wäre gut, wenn dieser Unterschied erhalten bliebe.
    Gruß
    Ihr
    Dr. Gerhard Trosien

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