Individuelle Klasse von Adriano machte den Unterschied
Alles wird gut

Wieder hat es für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft gegen ein Top-Team der Weltfußballs nicht zum Sieg gereicht. Doch trotz der Halbfinal-Niederlage beim Confederations Cup gegen Brasilien gehören die "Klinsmänner" schon jetzt zu den Gewinnern der „Mini-WM“.

NÜRNBERG. Als nach 93 Minuten der Schlusspfiff ertönte und ihr 3:2-Sieg unwiderruflich feststand, reckten die Brasilianer jubelnd die Hände in den schwülwarmen Nürnberger Abendhimmel. Ronaldinho hängte sich das Trikot von Michael Ballack wie einen Skalp an die Hose, Lucio brüllte seine Freude minutenlang heraus und Trainer Carlos Alberto Parreira Lächeln reichte von einem Ohr bis zum anderen. Es war ein hartes Stück Arbeit, das sie im Halbfinale hatten abliefern müssen, um ins Endspiel des Confederations Cup am Mittwoch in Frankurt einzuziehen.

Die rund 42 000 restlos begeisterten Zuschauer erhoben sich von den Sitzen, um die Hauptdarsteller des mitreißenden Fußballabend zu feiern. Doch ihre "Standing Ovations" galten nicht nur den Ballzauberern vom Zuckerhut. Sie galten vor allem dem Gegner: der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Denn auch die Verlierer waren an diesem Abend Gewinner. Sie hatten Siegeswille und Leidenschaft, Engagement und Mut demonstriert und so den Weltmeister an den Rand einer Niederlage gebracht. Gewonnen hatten sie dann doch nicht, aber sie hatten den Fans mit Blick auf die WM 2006 im eigenen Land das Gefühl gegeben: Alles wird gut. Kurz: Sie waren die "Gewinner der Herzen".

Der Ärger von Bundestrainer Jürgen Klinsmann über die Niederlage hielt sich denn auch in Grenzen. "Natürlich sind wir enttäuscht, denn wir wollten unbedingt ins Finale und mit einem Sieg gegen ein Top-Team nun endlich den nächsten Schritt machen", räumte er ein - um gleich wieder das Positive aus dem Spiel herauszuziehen: "Es war zu sehen, dass wir spielerisch wieder mit den ganz Großen mithalten können. Es sind vor allem Kleinigkeiten, die derzeit noch den Unterschied ausmachen. Daran werden wir arbeiten, um schon bald noch näher an die Weltspitze heranzurücken." Eine Meinung, der sich selbst Chefkriti-ker und WM-OK-Boss Franz Beckenbauer anschloss: "Die Mannschaft hat hervorragend gespielt, man kann ihr überhaupt keinen Vorwurf machen. Das lässt hoffen."

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