Innenverteidiger wechselt vom FC Chelsea
Middlesbrough verplichtet Huth für fünf Jahre

Der englische Premier-League-Klub FC Middlesbrough hat sich die Dienste des deutschen Nationalspielers Robert Huth für fünf Jahre gesichert. Der Abwehrspieler kommt vom Ligakonkurrenten FC Chelsea.

Robert Huth wirkte wie befreit. "Ich bin froh, dass meine Zukunft endlich geklärt ist, freue mich auf meine neue Aufgabe und darauf, dass ich künftig wieder regelmäßig Fußball spielen kann", meinte der deutsche Nationalspieler, als er am Sonntagmittag ausgerechnet in seiner Heimatstadt Berlin seinen Wechsel innerhalb der englischen Premier League von Meister FC Chelsea London zum Uefa-Cup-Finalisten FC Middlesbrough bekanntgab. Dort wird er in Kürze einen Kontrakt bis 2011 unterschreiben.

"Sechs Jahre bei Chelsea waren lang. Für mich war es an der Zeit, den Verein zu wechseln", erklärte der 21 Jahre alte Verteidiger, der es trotz seines Reservistendaseins bei den "Blues" in den WM-Kader von Bundestrainer Jürgen Klinsmann geschafft hat. Mit der Rolle des Edeljokers wollte sich Huth trotz seines noch zwei Jahre laufendes Vertrages beim künftigen Klub von DFB-Kapitän Michael Ballack aber nicht mehr begnügen.

Trainer Southgate gab letztlich den Ausschlag

"Wir sind zu der Entscheidung gekommen, dass es für den Verein und für mich besser ist, den Vertrag aufzulösen", sagte Huth, der unter anderem auch Angebote von Aston Villa und Wigan Athletics vorliegen hatte. "Ich habe mich mit Middlesbroughs neuem Trainer Gareth Southgate unterhalten. Er hat mich in einem langen und intensiven Gespräch überzeugt. Ich habe ein gutes Gefühl, dass ich dort regelmäßig spiele", meinte der 15-malige Nationalspieler, der nach Informationen der "Daily Mail" rund vier Mill. Euro im Jahr verdienen soll.

Ein Wechsel in die Bundesliga - unter anderem hatte Schalke 04 Interesse bekundet - sei nur kurz ein Thema gewesen. "Ich fühle mich in England sehr wohl, deshalb wollte ich unbedingt auf der Insel bleiben", erklärte Huth, der in England kürzlich auch sein privates Glück gefunden hat.

Huth freut sich auf die neue Umgebung

Auch wenn Middlesbrough, Tabellen-14. der abgelaufenen Saison, in der Premier League nicht zu den Top-Adressen zählt, ist sich Huth sicher, den richtigen Schritt getan zu haben. "Bei anderen Spitzenvereinen gibt es auch ein Überangebot an Abwehrspielern, da wäre ich in eine ähnliche Situation wie bei Chelsea gekommen", argumentierte Huth, der es bei Chelsea in vier Spielzeiten gerade mal auf 41 Einsätze brachte und in der vergangenen Spielzeit nur vier Spiele über die volle Distanz absolvierte. Auch die neue Umgebung werde ihm kein Probleme bereiten: "Mit London kann man keine andere Stadt vergleichen, aber auch im Norden von England gibt es schöne Flecken."

Den Ortswechsel von Huth, der bereits mit 16 Jahren von Union Berlin zu Chelsea gewechselt war, wird sicherlich auch von Jürgen Klinsmann begrüßt. Der Bundestrainer hatte dem Berliner Jungen zuletzt immer wieder zu einem Vereinswechsel geraten, um seine Nationalmannschafts-Karriere nicht zu gefährden. Die ist aktuell zwar nicht gefährdet, von einem Stammplatz bei der WM ist der 1,91 Meter große Innenverteidiger derzeit aber ein Stück weit entfernt.

"Natürlich war ich enttäuscht, dass ich im Eröffnungsspiel nicht dabei war. Ich werde aber weiter im Training alles geben, damit ich spiele", meinte die deutsche Kultfigur ("Huuuuuuuuth") des Konföderationen-Pokals. "The Wall", wie er von seinen Fans in England genannt wird, hatte sich im vergangenen Sommer nach anfänglichen Schwierigkeiten in die Herzen der Fans gespielt.

© SID

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