Institut schickt Vertreter in den Aufsichtsrat
BVB baut auf US-Bank

Bundesligist Borussia Dortmund will seine geplante Umschuldung mit Hilfe der großen amerikanischen Investmentbank Morgan Stanley vornehmen. Das bestätigte der Geschäftsführer der Borussia Dortmund KGaA, Hans-Joachim Watzke. Zugleich werden die Pläne zur Beschaffung frischen Kapitals konkreter.

HB DORTMUND. Morgan Stanley wird demnach eine Schlüsselrolle bei den Bemühungen der Borussia spielen, ihren 89 Millionen Euro schweren Schuldenberg umzustrukturieren. Ziel der Umschuldung ist es, die aktuellen Verbindlichkeiten von 89 Mill. Euro, die sich derzeit auf 70 Gläubiger verteilen, auf einen Hauptgläubiger zusammenzuführen, berichtet das Sportmagazin „Kicker“. Watzke bestätigte Sondierungsgespräche. Es sollen jedoch bereits Möglichkeiten einer langfristigen Finanzierung erörtert worden sein, die für den BVB ein großes Stück Unabhängigkeit bedeuten würde.

Auf der Aktionärsversammlung am 22. November soll nun unter anderem auch der in Diensten der US-Bank stehende Patrick Albert Lynch als neues Aufsichtsratsmitglied vorgeschlagen werden. Diese Personalie soll die wichtige Position der Bank auch nach außen untermauern: Der Vorschlag sei „vor diesem Hintergrund zu sehen", erklärte Watzke den Dortmunder „Ruhr Nachrichten“.

Gestalt nehmen zugleich auch die Pläne für die Beschaffung frischen Geldes an: Die Aktionärsgesellschaft soll die KGaA nach Informationen der beiden Medien zudem bevollmächtigen, in dem Zeitraum bis zum 31. Oktober 2010 eine Wandelanleihe im Gesamtnennbetrag von bis zu 40 Mill. Euro auszugeben. Damit verbunden soll das Grundkapital durch eine Kapitalerhöhung um bis zu 14,625 Mill. Euro aufgestockt werden können. Thomas Treß, derzeit noch als Berater für den BVB tätig, ab 1. Januar 2006 dann zweiter KGaA-Geschäftsführer neben Watzke, hatte gegenüber Handelsblatt.com bereits am Rande der Bilanzpressekonferenz vor zehn Tagen entsprechende Pläne bestätigt.

Doch entschieden ist Angaben von Treß zufolge nach wie vor nichts: „Noch ist alles optional", sagte er dem Kicker. Er betonte aber gegenüber den Ruhr Nachrichten erneut: „Wenn es eine Anleihe gibt, dann werden wir sie sicher nicht dazu benutzen, umw ie in der Vergangenheit damit Geld anzuzünden, sondern zur Stabilisierung des Unternehmens."

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