Interview
„Die WM nutzt der Bundesliga“

Die Bosse der Deutschen Fußball-Liga, Werner Hackmann und Cristian Seifert, über die neue Zusammenarbeit mit dem Pay-TV-Anbieter Arena, das geplante Verbot privater Wettanbieter und den Nutzen der WM für die Bundesliga.

Meine Herren, die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland war ein riesiger Erfolg. Wird die Bundesliga von der Euphorie profitieren?

Hackmann: Ich gehe fest davon aus, dass die WM-Begeisterung der Bundesliga nutzt. Da haben Menschen Fußball geschaut, die ansonsten sich dafür nicht interessieren. Jetzt ist die WM vorbei und das größer gewordenen Publikum fragt sich: Was kommt jetzt? Und das ist die Bundesliga.

Seifert: Dass die WM auch der Liga einen Schub gibt, zeigen bereits die gestiegenen Vorverkäufe für die Dauerkarten. Da ist sehr ermutigend.

Millionen Menschen haben in den vergangenen Wochen gemeinsam Fußball in Parks, Bars oder gar Stadien auf riesigen Bildschirmen erlebt. Ist das Public Viewing ein Modell für die Bundesliga?

Seifert: Weltmeisterschaft und Bundesliga sind nicht zu vergleichen. So viele Menschen bekommen sie nicht für 34 Spieltage zusammen. Dabei spielt das Wetter eine Rolle. Die Bundesliga läuft auch in Herbst und Winter. Bei Eiseskälte ist es nicht besonders attraktiv, Spiele im Freien vor einer Großleinwand anzuschauen.

Kommende Saison wird der neue Bezahlfernsehsender Arena erstmals die Bundesliga live übertragen. Über Kabel ist der Sender in Süddeutschland nach heutigem Stand gar nicht zu empfangen. Wie erklären sie Millionen von Fans, dass ihr Bildschirm schwarz bleibt?

Hackmann: Wir haben ein großes Interesse daran, dass es zu einer schnellen Einigung zwischen Arena und Kabel Deutschland kommt. Eine Garantie für einen Kompromiss zwischen Arena und Deutschlands größtem Kabelkonzern gibt es aber selbstverständlich nicht.

Ihr Optimismus in Ehren, aber Arena und KDG sprechen bereits seit Monaten ohne konkretes Ergebnis.

Seifert: Der KDG liegt unseres Wissens ein attraktives Angebot von Arena vor. Nun ist die KDG am Zug. Der Kabelnetzbetreiber muss entscheiden, ob er an seine Millionen von Kunden denkt oder den Sommer über um den letzten Euro feilscht.

Hackmann: Ich bin Kunde der KDG. Wenn ich die Bundesliga nicht live sehen könnte, würde ich kündigen. Denn über Satellit bekomme ich die Spiele live ins Haus geliefert.

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