Interview mit Mario Gomez
„Das würde ich mir übelnehmen“

Gerüchte um einen Vereinswechsel dementiert Mario Gomez bisher hartnäckig. Im Handelsblatt-Interview spricht der Profi vom VfB Stuttgart über Nervosität und Anspannung - und versucht, möglichst nicht über seine Zukunft zu reden.

Herr Gomez, wie haben Sie Ihre Großchance in der vierten Minute im Spiel gegen Polen erlebt?

Mario Gomez: Ich musste aufpassen, dass ich nicht im Abseits stehe, musste also ein wenig verzögern. Miroslav Klose hat hinterher gesagt, dass er meinen Gegenspieler im Rücken wahrgenommen hat und deshalb den Ball ein wenig steiler spielen musste. Leider einen Tick zu steil. Mit längeren Stollen hätte es vielleicht gereicht.

Es war Ihre erste Szene bei einem großen Turnier.

Im Spiel macht das aber keinen Unterschied. Meine Vorfreude war vielleicht noch etwas größer als vor einem normalen Länderspiel, weil es nach der langen Vorbereitung endlich losging.

Sie wirkten ziemlich aufgedreht, fast ein wenig übermotiviert.

Fanden Sie?

Ja, was sich bei der Erfüllung Ihrer Defensivaufgaben als durchaus nützlich herausstellte, in der Offensive vielleicht aber nicht.

Ich war zufrieden. Ich habe mich sehr gut gefühlt, hatte viele Zweikämpfe, war an beiden Toren beteiligt und hatte zwei Großchancen. Bei der ersten haben einfach zwei Millimeter gefehlt. Unvorstellbar, dass ich nicht getroffen habe, aber ein blöder Zufall. Und letztlich war es ja auch egal, weil wir 2:0 gewonnen haben. Hätte ich getroffen und wir Remis gespielt, hätten wir uns alle geärgert.

Gehen Sie entspannter ins das nächste Spiel?

Ich war entspannt.

Also gehen Sie davon aus, dass Sie auch gegen Kroatien an der Seite von Klose stürmen werden?

Das war das erste Spiel. Der Trainer hat das so entscheiden, und er wird auch gegen Kroatien die beste Mannschaft aufstellen. Ich versuche natürlich, mich in den letzten beiden Trainingseinheiten wieder aufzudrängen.

Joachim Löw könnte gegen die spielstärkeren Kroaten eine defensivere Elf wählen. Und weil Lukas Podolski zweimal getroffen hat, könnte er Ihnen Ihren Platz streitig machen.

Was soll ich denn darüber nachdenken? Das werde ich noch früh genug erfahren.

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