Interview
Treß: „Als Berater wäre ich teurer gewesen“

Thomas Treß, designierter zweiter Geschäftsführer von Borussia Dortmund, im Gespräch mit Handelsblatt.com über seinen Wechsel in die Geschäftsleitung, die Frage des zukünftigen Hauptsponsors und eine mögliche Kapitalerhöhung.

Am 1.1.2006 sind Sie auf Wunsch von Hans-Joachim Watzke neuer zweiter Geschäftsführer des BVB. Wie kam es dazu?
Treß: Es war ein längerer Entscheidungsprozess, auch bei mir. Schließlich ist es ja eine deutliche Veränderung, von einer beratenden Tätigkeit in die Geschäftsführung zu wechseln. Die Medienpräsenz ist plötzlich eine ganz andere, ich muss mich dem ganzen Rummel stellen.

Was ist für Sie an dem Job besonders reizvoll?
Treß: Man kann ein Sanierungskonzept als Berater nur begrenzt umsetzen. Wenn ich so etwas mache, will ich es aber auch ganz umsetzen.

Einige Fans haben Sorgen, dass Sie zu sehr auf die Bilanz achten und eventuell zu viele Spieler verkaufen.
Treß: Ich will den BVB nicht totsparen. Das Sportliche darf nicht zu sehr leiden.

Eigentlich sollte es ja aus Kostengründen keinen zweiten Geschäftsführer mehr geben.
Treß: Wenn ich als Berater weiter gemacht hätte, wäre es für den BVB teurer gewesen.

Der Vertrag mit Ihrem Hauptsponsor Eon läuft im Juni 2006 aus. Gibt es hier Neuigkeiten?
Treß: Vielleicht wird es wieder Eon sein. Mehr kann ich so kurz vor den Verhandlungen nicht sagen, auch nicht zu der Summe, die wir erreichen können.

Es gab Gerüchte, dass der BVB mittelfristig eine erneute Kapitalerhöhung in Erwägung zieht.
Treß: Man muss ja erst einmal Jemanden haben, der dann auch Kapital zeichnet. Wir müssen dafür viel Vertrauen schaffen. Wir führen natürlich immer Gespräche, sei es um Fremdkapital oder Eigenkapital zu beschaffen.

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