„Investitionsstau aufgelöst"
IW-Chef erwartet von WM Milliardeneffekt

Investitionsausgaben, zusätzlicher Konsum ausländischer Gäste - der Chef des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, sieht die deutsche Volkswirtschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 auf jeden Fall auf der Gewinnerseite.

HB KÖLN. Seiner Meinung nach wird die WM einen Gesamteffekt für die Volkswirtschaft von schätzungsweise rund zehn Mrd. ? haben. "Das sind 0,5 % des Bruttoinlandsprodukts", sagt Hüther. "Die Fußball-WM ist das größte und populärste Sportereignis, noch vor den Olympischen Spielen."

Bei den Investitionsausgaben entfielen auf den Neubau von Stadien rund sechs Mrd. ?. "Die erwarteten Konsumausgaben der ausländischen Gäste, die sich in Deutschland tummeln, liegen schätzungsweise bei einer Milliarde Euro. Die Ausgaben der heimischen Fußballfans bei bis zu drei Mrd. ?", sagte Hüther. Einige Investitionen seien bereits in den Jahren 2003 und 2004 eingebracht worden, sagte der IW-Chef.

"Die Frage ist nun: Was macht man mittelfristig mit diesen Anlagen?" Dabei nannte Hüther als Negativ-Beispiel die Sportstätten der Olympischen Spiele von Athen, die danach schlecht genutzt seien. "Das wird in Deutschland anders sein. Alle Stadien der Fußball-WM sind Neu- oder Ausbauten für vorhandene Sportstätten - das Nachnutzungsproblem stellt sich nicht." Die alten Stadien seien "marode" gewesen. "Die Fußball-WM hat einen Investitionsstau aufgelöst", lobte Hüther. Zudem gebe es weitere positive Effekte durch eine neue Infrastruktur: "Es geht dabei auch um verringerte Staukosten - beispielsweise rund um das Stadion in München."

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