Italienischer Fußball

Thai-Investor steigt beim AC Mailand ein

Deal ist perfekt: Silvio Berlusconi verkauft 48 Prozent seiner Anteile am Fußballverein AC Mailand an den Thailänder Bee Taechaubol. Der Investor will den in die Jahre gekommenen Verein umkrempeln – mit viel Geld.
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Der Traditionsklub ist in Asien beliebt: Ein Thailänder besitzt bald fast die Hälfte des Vereins. Quelle: ap
AC-Mailand-Fans in Schanghai

Der Traditionsklub ist in Asien beliebt: Ein Thailänder besitzt bald fast die Hälfte des Vereins.

(Foto: ap)

MailandDer Einstieg eines asiatischen Investors beim Fußball-Traditionsclub AC Mailand ist laut italienischen Medienberichten perfekt. Vereinspräsident Silvio Berlusconi habe sich mit dem Thailänder Bee Taechaubol auf den Verkauf von 48 Prozent der Anteile geeinigt, meldete die Nachrichtenagentur Ansa am Sonntag unter Berufung auf Kreise aus Berlusconis Familienholding Fininvest. Taechaubol habe ein verbindliches Vorabkommen unterzeichnet. Als Kaufpreis wurden 480 Millionen Euro genannt.

Nach den Berichten soll Taechaubol Vizepräsident werden und der frühere italienische Regierungschef Berlusconi Präsident bleiben. Taechaubol werde einen dritten Geschäftsführer neben Adriano Galliano und Berlusconis Tochter Barbara ernennen.

Die italienische Sportzeitung „Gazzetta dello Sport“ berichtete, dass der Deal am 30. September zum Abschluss gebracht und erst dann offiziell bekanntgegeben werden soll. Fininvest war am Sonntag für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Die jüngsten Großverdiener im Sport
10. Platz: Sergio Agüero
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Den Ball im Blick: Manchester-City-Stürmer Sergio Aguero in Aktion. Der Argentinier verdiente im vergangenen Jahr 23,3 Millionen Dollar. 18,3 Millionen Dollar zahlte ihm der Scheich-Verein für seine Dienste. Den Rest erwirtschaftete er mit Werbedeals – insbesondere in Kooperation mit dem Sportartikelhersteller Puma. Damit landet der 26-Jährige im Gesamtranking des US-Magazin Forbes auf dem 44. Rang. Dass nicht nur Fußballer fürstlich entlohnt werden, zeigen die folgenden Plätze.

9. Platz: Kevin Durant
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Kevin Durant ist 26 Jahre alt und steht bei Oklahoma City Thunder unter Vertrag. Der Verein zahlte dem Basketball-Hünen im vergangenen Jahr 17,9 Millionen US-Dollar. Weitere 14 Millionen Dollar brachten im Werbeverträge und der 22. Platz im Forbes-Gesamtranking ein. Kein Wunder: Er wird von dem Rapper und Multimillionär Jaz-Z vermarktet. Ein Spieler eines Konkurrenzklubs ist allerdings noch mehr wert...

8. Platz: Derrick Rose
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Er spielt bei den legendären Chicago Bulls und ist steinreich: US-Basketball-Profi Derrick Rose. Mit 26 Jahren und 36,6 Millionen US-Dollar Gehalt im vergangenen Jahr erklimmt er bereits die Höhen der internationalen Sport-Gehaltsrankings. Das bringt ihm insgesamt Platz 13 in der Forbes-Liste ein. Dabei ist er in Europa kaum bekannt. Das gilt übrigens auch für einen weiteren Spitzensportler und Top-Verdiener...

7. Platz: Carlos Dunlap
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Carlos Dunlap (96, u.) in Aktion: Der American-Football-Spieler erhielt im vergangenen Jahr von seinem Klub, den Cincinnati Bengals, 18,7 Millionen Dollar. Der 25-Jährige erhielt im Juli 2013 einen Sechs-Jahres-Vertrag, der ihm circa 40 Millionen Dollar einbringen soll. Wegen seiner vergleichsweise geringen Einnahmen aus Werbe- und Sponsorenverträgen (2014 lediglich 50.000 Dollar) landet er auf dem 84. Platz des Forbes-Rankings. Ein Football-Rivale übertrumpft ihn noch...

6. Platz: Joe Haden
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Der Cornerback der Cleveland Browns, Joe Haden (r.), im Duell mit Steve Smith von den Baltimore Ravens: Haden war 2014 mit einem Gesamtsalär von 21,4 Millionen Dollar der bestbezahlteste, junge American-Football-Spieler der Welt. Mit 25 Jahren steht auf dem bisherigen Höhepunkt seiner Karriere und auf dem 62. Platz im Gesamtranking. Doch Basketball ist offenbar selbst in den USA beliebter al Football...

5. Platz: Blake Griffin
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Blake Griffin von den Los Angeles Clippers beim Kampf um den Korb: Der Basketball-Hüne ist 2,08 Meter groß, 25 Jahre alt und verdiente im vergangenen Jahr 23 Millionen Dollar. Sein Heimatverein überwies ihm 16,5 Millionen Dollar, weitere 6,5 Millionen erhielt er als Entlohnung seiner Werbepartner. Das macht Rang 47 in der Gesamtliste. Höher hinaus ging es nur für Akteure anderer Sportarten...

4. Platz: Rory McIlroy
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Unverschämt reicher Golfer: Rory McIlroy beim Dubai Desert Classic am ersten Februar. 24,3 Millionen Dollar betrug sein Jahressalär. Lediglich 4,3 Millionen erlöste er aus Preisgeldern internationaler Golfturniere. Die restlichen 20 Millionen Dollar brachten ihm Werbe- und Sponsorenverträge ein. Der 25-Jährige landet damit auf Platz 35 der Forbes-Sportlerrangliste. Auf's Treppchen schafften es andere...

Der 18-malige italienische Meister hatte bereits seit längerem mit Taechaubol und anderen Interessenten verhandelt. Angebote über einen kompletten Verkauf hatte Berlusconi abgelehnt. Er hatte Milan vor 29 Jahren gekauft und seitdem zahlreiche Siege mit dem Verein gefeiert. Zuletzt war Milan aber nicht besonders erfolgreich.

  • dpa
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