Italiens Spieler zurück in der Heimat
Euphorischer Empfang für die Azzurri

Die Italiener haben ihrer Fußball-Nationalmannschaft eine triumphale Heimkehr bereitet. Rund 400 000 Fans versammelten sich am Montagabend rund um den Circus Maximus in Rom, um gemeinsam mit dem Team den Weltmeisterschaftstitel zu feiern.

HB ROM. Tausende säumten den Bus der Squadra Azzurra, der auf seinem Weg vom Flughafen zum Amtssitz des Ministerpräsidenten nur langsam vorankam. Die Kunstflieger-Staffel der Luftwaffe malte nach der Landung der Mannschaft grün-weiß-rote Streifen in den Himmel.

Schon auf dem Militärflughafen Pratica di Mare bei Rom warteten tausende Fans auf die siegreiche Truppe rund um Kapitän Fabio Cannavaro - und auf den begehrten Pokal, den Italien zuletzt 1982 geholt hatte.

"Campioni del Mondo!" ("Weltmeister!"), riefen sie immer wieder wie im Delirium. Auch die Nationalhymne ist wieder "in" wie seit Jahren nicht mehr und schallt aus Kneipen und jubelnden Fan-Mündern. "Wir sind im siebten Himmel", sagte Nationaltrainer Marcello Lippi.

Auch am Tag nach der Zitterpartie gegen Frankreich konnten einige Tifosi dabei noch nicht so recht an ihr Glück glauben. "Ist das wirklich wahr? Wir haben gewonnen?", murmelt der Römer Daniele immer wieder ungläubig. Kommentatoren und Sport-Experten sparten hingegen nicht mit Superlativen. "Die Welt gehört uns!", schrieb die römische Zeitung "La Repubblica". Und auch der "Corriere dello Sport" stimmte ein in den überschwänglichen Jubelchor: "Die ganze Welt liegt unseren Champions zu Füßen!"

Nach einer durchfeierten Nacht fuhren auch am Montag zahlreiche laut hupende Autos durch die Innenstädte, so mancher war mit einem schweren Kater aufgewacht. "Stark alkoholisierte und leicht bekleidete Jungs und Mädels sprangen überall in die Brunnen", beschrieb ein Journalist das nächtliche Szenario in der Siegesnacht. Das Feiern bis zum Morgengrauen sei die einzige Möglichkeit gewesen, die über 120 Minuten Spannungen abzubauen, hieß es.

Schier endlose Autokorsos schoben sich durch die Zentren der Metropolen, kreischende Fans hängten sich aus den Wagenfenstern und brüllten ihre Freude frei heraus: "Siamo noi! Siamo noi!" ("Wir sind es!"). Der Platz vor der französischen Botschaft in Rom wurde vorsichtshalber gleich von der Polizei abgesperrt. Dennoch gab es auch Schattenseiten: Rund ein Dutzend Randalierer wurde allein in Rom verhaftet, nachdem sie Autos und Busse angezündet und sich Zusammenstöße mit der Polizei geliefert hatten.

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