Jahreshauptversammlung
Tönnies sucht die Versöhnung mit den Schalke-Fans

Clemens Tönnies ist erneut zum Aufsichtsratschef beim FC Schalke 04 gewählt worden. Doch bei der Jahreshauptversammlung musste er Anfeindungen von Mitgliedern ertragen. Grund ist ein umstrittener Ticket-Deal.
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GelsenkirchenEs war eine phasenweise höchst turbulente Jahreshauptversammlung „auf Schalke“ - fast wie in den 80er Jahren, als sich Mitglieder auch schon mal prügelten. Ganz so schlimm war es am Samstagabend nicht, obwohl es in der Arena zu teils heftigen verbalen Auseinandersetzungen zwischen Fans und Führung der „Königsblauen“ kam.

Speziell die Vorstände Peter Peters (Finanzen) und Alexander Jobst (Marketing) sowie der später wiedergewählte Aufsichtsratschef Clemens Tönnies wurden von einem Drittel der etwa 9000 anwesenden Mitglieder angefeindet.

Grund für die Missstimmung ist eine vom 1. Juli an gültige Partnerschaft des Vereins mit einem Tickethändler (viagogo), für die Schalke 3,6 Millionen Euro erhält. Das Internetportal bekommt drei Jahre lang jeweils 3000 Karten für die Schalker Heimspiele und darf die Tickets mit maximal 100 Prozent Aufschlag weiterveräußern.

Die Fan-Initiative „viaNOgo“ warf dem Club die Legalisierung des Schwarzmarkts vor und sprach von „Abzocke“. Jobst verteidigte das Ganze als „wirtschaftlich attraktiven Sponsorenvertrag“ und versprach, „genauestens darauf zu schauen, ob die Regeln des Vertrags eingehalten werden“.

Jobst: „Mal eben auf 3,6 Millionen Euro zu verzichten - nun gut, so dicke hat es der FC Schalke 04 nun auch nicht.“ Trotzdem gab es bei der Aussprache viel Kritik von den Mitgliedern. Tönnies bewertete die Diskussion anschließend als „Klagen auf hohem Niveau“.

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Keine Harmonie wie beim Revierrivalen

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