Fußball
Japan-Reise der Bayern wird als Erfolg gewertet

Die Verantwortlichen von Double-Gewinner Bayern München haben nach der fünftägigen Japan-Reise ein durchweg positives Fazit gezogen. Neben zwei Testspielsiegen nahm der Klub gleich zwei Mill. Euro ein.

Für Rekordmeister Bayern München war die fünftägige Japan-Reise sportlich und wirtschaftlich ein voller Erfolg. Neben zwei überzeugenden Testspielsiegen konnte der Klub Einnahmen in Höhe von zwei Mill. Euro verbuchen. Zudem glaubt Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, den großen internationalen Konkurrenten Real Madrid und Manchester United mit der Asien-Reise ein Schnippchen geschlagen zu haben. "Der FC Bayern hat sich sympathisch und freundschaftlich präsentiert. Die Mannschaft hat sich hier von einer besseren Seite gezeigt als Real oder Manchester. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir eine erfolgreiche Saison spielen werden, denn die Mannschaft hat einen guten Geist und einen guten Charakter", sagte der 49-Jährige am Sonntagmorgen kurz vor der Landung der LH 5 019 in München über Bordmikrofon.

Der deutsche Meister und Pokalsieger hat die fünf Tage in Japan genutzt, um den deutschen Fußball in Asien weiter in den Mittelpunkt zu rücken. Bereits beim deutlichen 4:0-Erfolg gegen den FC Tokio nur 24 Stunden nach der Landung in Japan untermauerten die Profis des Double-Gewinners, dass sie den aufgrund der weiten Wege ziemlich strapaziösen Business-Trip keinesfalls als Last sehen. Auch beim zweiten Spiel gegen den japanischen Ex-Meister Jubilo Iwata (3:1) gaben sich die Bayern-Stars vor knapp 30 000 Zuschauern in Tokio keine Blöße und betrieben Werbung für den deutschen Fußball.

Magath: "Wir hatten in Japan wunderbare Tage"

Trainer Felix Magath, grundsätzlich ein Gegner von weiten Reisen während der Saison-Vorbereitung, konnte dem Trip nur Positives abgewinnen. "Wir hatten in Japan wunderbare Tage und sind sehr glücklich darüber, wie wir hier betreut wurden. Wir waren erfolgreich, und die Mannschaft hat gezeigt, dass sie bereits in einer guten Verfassung ist", meinte Magath, der seiner Mannschaft am Sonntagmorgen nach der Landung eine für ihn völlig ungewöhnliche Maßnahme ergriff und den Spielern bis Mittwoch trainingsfrei gab: "Sie sollen sich erstmal ausschlafen."

Ausschlafen, damit die Bayern zum Saisonauftakt am kommenden Freitag gegen Borussia Mönchengladbach gleich hellwach sind. Offen ist derzeit nur, mit welchem System die Bayern in ihr erstes Ligaspiel gehen werden. Möglich ist derzeit eine Variante mit nur einem Stürmer und zwei Flügelspielern, allerdings könnte Magath auch auf das altbewährte 4-4-2-System zurückgreifen, falls er sich für einen Sturmpartner neben dem gesetzten Niederländer Roy Makkay entscheiden kann. "Auf jeden Fall wollen wir mit einem Sieg in die Bundesliga-Saison gehen", meinte Magath, dem allerdings noch die körperlichen Umstellungsprobleme der Neuzugänge Valerien Ismael und Ali Karimi einige Kopfschmerzen bereiten.

Ballack soll demnächst einen neuen Vier-Jahres-Vertrag unterschreiben

Geräuschlos verliefen unterdessen die Vertrags-Gespräche mit Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack. Die finanziellen Rahmenbedingungen des neuen Vier-Jahres-Vertrags wurden mit Ballack-Berater Michael Becker, der auf Einladung der Bayern mit auf der Asien-Reise war, festgezurrt. Eine Unterschrift erhoffen sich die Bayern in den kommenden 14 Tagen. "Grundsätzlich wollen wir bis Weihnachten mit allen Spielern Klarheit. Im Fall Michael Ballack sind wir in der Öffentlichkeit ein wenig unter Druck gesetzt worden. Ideal wäre, wenn ich am Saisonende sagen könnte: So, jetzt haben wir wieder ein Gerüst für die kommenden zwei, drei Jahre", sagte Hoeneß.

© SID

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