Jogis Jungs angekommen
Das Leben im WM-Campo beginnt

Gleich nach der Ankunft im WM-Land machen Bundestrainer Löw und seine Spieler Bekanntschaft mit der Herzlichkeit der Brasilianer und den Wetterkapriolen an der Atlantikküste. Pechvogel Reus verpasst das alles.
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Santo AndréDas Campo Bahia ist bezogen - und das bei schönstem Strandwetter. Nach knapp 15 Stunden im Flugzeug, im knallbunten WM-Teambus und auf der Fähre checkte die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am Sonntagmorgen (Ortszeit) in ihrem brasilianischen Quartier für die Weltmeisterschaft ein. Bei fast 30 Grad empfingen singende und klatschende Kinder mit Fähnchen das Team von Bundestrainer Joachim Löw an der neu erbauten Anlage, die erst auf den letzten Drücker fertiggestellt wurde.

„Brasilien und seine wunderbaren, herzlichen Menschen werden großartige Gastgeber sein“, äußerte Joachim Löw auf der Internetseite des Weltverbandes (FIFA) zur Ankunft im WM-Land. Der anrührende Empfang der begeisterten Einheimischen am Basisquartier in Santo André bestätigte die Worte des Bundestrainers.

„Es ist gut, dass es nun endlich losgeht“, sagte Teammanager Oliver Bierhoff beim Start der WM-Reise, die möglichst am 13. Juli im Finale in Rio de Janeiro mit dem vierten deutschen Titelgewinn abgeschlossen werden soll. „Wir werden alles geben, wollen mit Herz und Leidenschaft spielen und den deutschen Fußball-Fans Freude bereiten“, verkündete Löw: „Aber ich kann nicht sagen: Wir werden Weltmeister.“

Der geplante große Wurf, 18 Jahre nach dem letzten Titelgewinn bei der Europameisterschaft 1996 in England, dürfte ohne Marco Reus noch schwerer werden. Der 25 Jahre alte Dortmunder konnte wegen seiner schweren Sprunggelenksverletzung aus dem Benefiz-Länderspiel gegen Armenien (6:1) kein Zimmer im Campo Bahia beziehen.

Auf vier Wohngemeinschaften verteilten sich nach der Ankunft die 23 Spieler inklusive Nachrücker Shkodran Mustafi. „Ich finde die Konzeption des Camps spannend“, hatte André Schürrle erklärt: „Ich bin gespannt, man hat so viel gehört über das Campo.“

Nach der Ankunft machte der rund 60-köpfige DFB-Tross auch gleich einmal Bekanntschaft mit dem oft blitzschnellen Wetterumschwung an der Atlantikküste. Plötzlich goss es wie aus Kübeln aus tiefschwarzen Wolken, kurz darauf schien wieder die Sonne. Nach einigen Stunden zur Erholung von der langen Reise sollte am Abend deutscher Zeit auch ein erstes Training von Kapitän Philipp Lahm und Co. auf brasilianischem Boden stattfinden.

Nach knapp zehneinhalbstündigen Flug war das DFB-Team am frühen Sonntagmorgen im WM-Land gelandet. Um 3.30 Uhr (Ortszeit) setzte der Charterflieger auf dem Flughafen in Salvador auf - eine deutsche und eine brasilianische Flagge wurden aus dem Cockpit gehalten. Nach einem kurzen Aufenthalt mit der offiziellen Begrüßung der deutschen Delegation ging es mit einer kleineren Maschine weiter nach Porto Seguro. Im Teambus mit dem Slogan „Ein Land, eine Mannschaft, ein Traum“ verlief die Fahrt am Meer entlang Richtung Basisquartier.

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Volksfestatmosphäre am Wegesrand

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