Fußball
Kabel Deutschland will Premiere Konkurrenz machen

Der TV-Konzern Kabel Deutschland (KDG) will offenbar um die Übertragungsrechte an der Bundesliga mitbieten. Damit will der größte deutsche Kabelnetzbetreiber Pay-TV-Sender Premiere Konkurrenz machen.

Der Münchner Fernsehkabelkonzern Kabel Deutschland (KDG) hat sein Interesse an den Übertragungsrechten der Bundesliga angemeldet. "Wir werden uns für die Teilnahme an der Rechtevergabe registrieren lassen", sagte ein KDG-Sprecher der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Donnerstagausgabe).

Bislang hat nur der Pay-TV-Sender Premiere offiziell Interesse an einem Rechteerwerb bekundet. Wie viele Rechtepakete die Deutsche Fußball Liga Gmbh (DFL) anbieten wird und wie diese Pakete aussehen werden, steht noch nicht fest.

Premiere soll Konkurrenz bekommen

Medienunternehmen, die sich an dem im November beginnenden Verkaufsprozess für die Übertragungslizenzen von der nächsten Saison an beteiligen wollen, müssen sich bis kommenden Dienstag bei der DFL anmelden. Mit dem Vorstoß der KDG zeichnet sich immer deutlicher ab, dass der größte deutsche Kabelnetzbetreiber dem Bezahlfernseh-Marktführer Premiere Konkurrenz machen will.

Premiere zeigt bisher die Bundesliga als einziger Sender live und ist der mit Abstand wichtigste Finanzier des deutschen Profifußballs. Die KDG könnte mit den Fußballrechten ihrer Bezahlfernseh-Plattform, die bisher nur wenige hunderttausend Kunden hat, mehr Schwung geben.

Vereine wollen höhere Einnahmen

Die DFL schreibt die TV-Rechte für die nächsten drei Jahre aus. Zurzeit fließen rund 300 Mill. Euro pro Saison aus der Vermarktung der Übertragungsrechte an die DFL und ihre Vereine. Bei den Klubs herrscht der Wunsch nach einer spürbaren Erhöhung der TV-Einnahmen, ohne allerdings für ihre an TV-Zeiten interessierten Sponsoren an Wert zu verlieren. Ob dies die KDG mit ihrem geringen Kundenstamm gewährleisten kann, ist allerdings fraglich.

Die DFL erhofft sich dem Vernehmen nach eine Steigerung der Gesamteinnahmen im TV-Bereich auf rund 400 Mill. oder rund ein Drittel mehr als bisher. Ein Wettbewerb zwischen mehreren Interessenten würde das Erreichen dieses Ziels wahrscheinlicher machen.

© SID

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