Kahn, Lehmann oder Hildebrand - wer macht das Rennen?
„Mann gegen Mann“ im deutschen Tor

Das nennt man wohl Chancengleichheit: Nach Oliver Kahn und Jens Lehmann darf heute Abend im letzten Vorrundenspiel der deutschen Mannschaft beim Confed-Cup Timo Hildebrand sein Können unter Beweis stellen. Oliver Kahn prophezeit im Kampf um die Nummer eins bis zur WM 2006 eine „harte Auseinandersetzung“.

HB NÜRNBERG. Der Kampf um den Platz im deutschen WM-Tor ist plötzlich wieder zum heißen Thema in Jürgen Klinsmanns Agenda 2006 geworden. Mit seiner extremen Rotation beim Confederations Cup macht der Bundestrainer den Wettstreit zu einer Belastungsprobe, die insbesondere dem langjährigen Stammkeeper Oliver Kahn erhebliche Nervenstärke abverlangt.

Sogar Bundestorwart-Trainer Andreas Köpke räumte ein, dass er die Entscheidung, den dritten Schlussmann Timo Hildebrand am Dienstag im Prestige-Duell mit dem zweimaligen Weltmeister Argentinien aufzustellen, während seiner Zeit als Nummer eins in der Fußball-Nationalmannschaft nur widerwillig hingenommen hätte. "Aber auch ich hätte es schlucken müssen", sagte Köpke am Montagabend im Bayerischen Fernsehen. "Dass sie nicht "Hurra' schreien, ist klar", bemerkte der einstige Kollege und Konkurrent von Kahn und Jens Lehmann verständnisvoll. Er bescheinigte den großen Rivalen, dass sie die schwierige Situation im öffentlichen Auftreten hervorragend meistern würden. "Dass Kahn und Lehmann kein Doppelzimmer mehr belegen werden, ist klar. Aber sie haben sich arrangiert mit der Situation", betonte Köpke. "Wir haben eine gute Basis gefunden, um zu arbeiten."

Forderungen nach einer zeitigen Festlegung auf eine Nummer eins bei der Weltmeisterschaft wies er zurück. Sie würden das Problem nicht lösen, meinte der 43-Jährige: "Das Thema wäre auch dann nicht entschieden, wenn wir uns auf einen festlegen. Denn hat der eine Schwächeperiode oder machte nur einen Fehler, würde das Thema wieder auf den Tisch kommen." Bis zur WM müsste sich jeder der deutschen Torhüter noch in rund 60 Spielen in Verein und DFB-Team beweisen. Nicht nur die Entscheidung, wer bei der WM im Tor steht, sondern auch wann sie getroffen werden soll, wird für die Trainer zu einer der größten Herausforderungen. "Wir dürfen den richtigen Zeitpunkt nicht verpassen", betonte Köpke. Der Bundestorwart-Trainer räumte allerdings ein, dass Klinsmann, Assistent Joachim Löw und er gegenwärtig bei dieser Frage selbst im Dunkeln tappen.

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