Kahn stichelt gegen Klinsi
Ballack wieder verletzt

DFB-Kapitän Michael Ballack hat sich im Achtelfinale gegen Schweden erneut verletzt und konnte am morgendlichen Regenerationstraining nach dem Spiel nicht teilnehmen. Zu dieser Hiobsbotschaft für Bundestrainer Klinsmann kommen noch Sticheleien von Ersatztorwart Oliver Kahn.

HB BERLIN. Michael Ballack plagt sich nach dem souveränen Einzug der deutschen Elf ins WM-Viertelfinale erneut mit einer Fußverletzung herum. Der 29-Jährige musste am Sonntag beim Regenerationstraining im Berliner-WM-Quartier pausieren, wie Teammanager Oliver Bierhoff berichtete. Der Mittelfeldspieler habe am Fuß "ein kleines Problem", das behandelt werde.

Bierhoff sagte, der übrige Kader sei fit, aber nach dem 2:0-Sieg gegen Schweden am Samstagabend in München "fast zu kaputt zum Feiern" gewesen. Bundestrainer Jürgen Klinsmann gab dem 23-köpfigen Kader daher einen Tag frei: Die Kicker durften nach einem Fitnesstraining und dem Mittagessen das Schlosshotel Grunewald verlassen und müssen sich erst am (morgigen) Montag um 20.00 Uhr wieder zurück melden. Dienstag stehen dann laut Bierhoff zwei harte Trainingseinheiten auf dem Plan, "wo die Spieler richtig belastet werden".

Mit Blick auf das Viertelfinale gegen Argentinien am Freitag in Berlin äußerte sich der Manager voller Zuversicht. "Argentinien ist sicher die stärkste Mannschaft im Turnier. Der knappe Sieg gegen Mexiko hat aber gezeigt, dass sie verwundbar sind." Auch Stürmer Lukas Podolski, der gegen Schweden zwei Tore geschossen hat, sieht das DFB-Team auf Augenhöhe mit den Südamerikanern. "Wir können auf jeden Fall mit denen mithalten, die sind nicht stärker als wir."

Ballack war während des Spiels in der mit 66.000 Fans ausverkauften Arena von einer Blessur nichts anzumerken. In den letzten Wochen hatte der Bayern-Profi, der kommende Saison bei Chelsea London spielt, mehrfach Probleme: Im Trainingslager litt er an einer Knöchelverletzung, beim Eröffnungsspiel gegen Costa Rica ließ ihn Klinsmann gegen seinen Willen wegen einer Wadenverhärtung pausieren.

Trotz des Einzugs ins Viertelfinale bleibt weiter unklar, ob Klinsmann seine Arbeit nach der Weltmeisterschaft fortsetzt. Bierhoff sagte, er habe die "ganzen Tage während des Turniers" mit Klinsmann nicht über dessen berufliche Zukunft gesprochen. Er persönlich hoffe, dass der Chefcoach mit Wohnsitz Kalifornien beim DFB bleibe. Doch müsse Klinsmann darüber auch in Ruhe mit seiner Familie sprechen.

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