Kahn warnt vor Leichtsinn
Dem Zufall keine Chance

Ein neuer Trainingsplatz in Berlin, Werben um den letzten Sparrings-Partner und eine deutliche Warnung an die Spieler: Jürgen Klinsmann treibt seine WM-Vorbereitungen auch nach der Rückkehr in seine Wahlheimat intensiv voran.

HB BERLIN. "Wir wissen ganz genau, wie wir das anpacken wollen", sagte der Bundestrainer zu seiner Prioritätenliste. Noch vor den Weihnachtstagen, die Klinsmann mit seiner Familie im Kalifornien verbringen wird, soll der gewünschte südamerikanische Länderspiel-Partner für die WM-Generalprobe am 2. Juni 2006 in Mönchengladbach gefunden sein.

Eine weitere Suche ist bereits abgeschlossen. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bekommt während des Turniers einen weiteren Trainingsplatz. Klinsmann wird zu den Übungseinheiten im Hauptstandort Berlin seine Spieler sowohl ins Amateur-Stadion von Hertha BSC, das innerhalb des Olympia-Geländes liegt, als auch ins abgelegenere Mommsenstadion bitten. Das bestätigte Georg Behlau, Leiter des Büros Nationalelf.

Der Bundestrainer will damit dem größten Trubel aus dem Weg gehen, der an den WM-Spieltagen rund um das Olympiastadion herrschen wird. Zudem werden für die Eröffnungsgala umfangreiche Aufbauarbeiten auf dem Olympiagelände nötig sein. Deshalb wird in den Tagen vor dem WM- Eröffnungsspiel am 9. Juni in München gegen Costa Rica ebenso im Mommsenstadion trainiert, wie an den Berliner Vorrunden-Spieltagen am 13., 15. und 23. Juni.

Das Mommsenstadion, Heimstätte des Oberligisten Tennis Borussia, soll bis zum Einzug der "Klinsmänner" ins Berliner Quartier am 5. Juni WM-tauglich gemacht werden. Derzeit sind der Rasen und die sanitären Anlagen in einem schlechten Zustand. Der DFB hat den neuen Trainingsplatz bereits beim Weltverband und dem Organisationskomitee angemeldet. "Fifa und das nationale OK werden dafür Sorge tragen, dass wir auch im Mommsenstadion beste Bedingungen vorfinden", meinte Behlau.

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