„Kaiser" in Sorge
Beckenbauer fordert grundlegende Fußball-Reform

Der Leiter des WM-Organisationskomitees, Franz Beckenbauer, hat eine grundlegende Reform des Fußballs gefordert. Deutschlands Fußball-Lichtgestalt haderte besonders mit dem "Handaufhalten" bei Spielertransfers.

Franz Beckenbauer hat eine Fußball-Generalreform gefordert. "Der Fußball braucht eine generelle Reinigung. Man sollte über die Grenze des Geldverdienens reden", sagte der 60-Jährige in einem Gespräch mit dem "Tagesspiegel" (Donnerstag-Ausgabe). Nach der Weltmeisterschaft in Deutschland müsse das Thema angegangen werden, forderte der Präsident des deutschen WM-Organisationskomitees.

"Wenn man heute die Spielervermittler sieht, die die Spieler hin- und herschieben, wenn man merkt, dass jeder die Hand aufhält, dann macht mich das traurig", sagte der "Kaiser": "Einige Manager und Trainer verdienen an Transfers, sogar Präsidenten und Politiker, alle sind verwickelt. Dazu kommen die Wettgeschichten."

Beckenbauer weist Kritik der Fifa zurück

Beckenbauer wies unterdessen Kritik des Weltverbandes Fifa am deutschen Ticketverkauf zurück. "Wir haben uns mit der Fifa zusammen zu diesem System entschlossen, deswegen ist jede Kritik aus Zürich völlig unberechtigt", sagte der Präsident von Bayern München.

Beckenbauer forderte von der Fifa eine bessere Kommunikation: "Man muss mehr miteinander reden. Die Fifa ist der Veranstalter, wir sind der Ausrichter. Aber letztlich sind wir doch Partner." In einzelnen Projekten gehe es seitens der Fifa ziemlich harsch zu. "Sepp Blatter ist ein Mann der Kommunikation und ein sehr charmanter Gastgeber. Aber die Leute, die für ihn arbeiten, haben manchmal einen unguten Ton drauf: Wir sind die Fifa, wir bestimmen!"

© SID

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