Kampf gegen Hooligans
Bundesregierung macht Weg zu Grenzkontrollen frei

Die deutsche Bundesregierung hat die formellen Voraussetzungen für Grenzkontrollen zu den Schengen-Staaten während der WM geschaffen. Während des Turniers sollen Personenüberprüfungen wieder eingeführt werden.

Den formellen Voraussetzungen für Grenzkontrollen zu den Schengen-Staaten während der Weltmeisterschaft 2006 (9. Juni bis 9. Juli) steht nichts mehr im Weg. In einem offiziellen Schreiben von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble an den Generalsekretär des EU-Ministerrats, Javier Solana, sowie alle EU-Innenminister informierte die Bundesregierung von ihrer Absicht, die Personenkontrollen für die Dauer des Turniers vorübergehend wieder einführen zu wollen.

"Mit den Grenzkontrollen ergänzen wir den Gefahrenfilter, der bereits jenseits unserer Landesgrenzen ansetzt, nämlich in den Teilnehmerländern, den Transitstaaten und bei unseren unmittelbaren Nachbarn", sagte Schäuble. Mit Außerkraftsetzung des Schengener Abkommens wollen die Behörden Gefahren durch Hooligans, organisierte Kriminalität oder Terrorismus minimieren.

Die Kompetenzerweiterung soll allerdings nicht durchgehend angewandt werden, sondern situativ bedingt. Betroffen sind die deutschen Grenzen zu Dänemark, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich und Österreich.

© SID

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