Kampf gegen Wettkriminalität: Fifa schließt Vertrag mit Sportradar

Kampf gegen Wettkriminalität
Fifa schließt Vertrag mit Sportradar

Im Kampf gegen Wettkriminalität hat der Welt-Fußball-Verband Fifa eine Vereinbarung mit dem Sportradar Integrity Services getroffen. Das Unternehmen wird den Verband mit Monitoring- und Nachrichtendiensten ausstatten.
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LausanneDer Welt-Fußball-Verband Fifa hat eine Vereinbarung mit dem Sportradar Integrity Services geschlossen. Das Unternehmen gilt als führender Anbieter von Spielmanipulations-Erkennung und -prävention und wird der Fifa künftig eine umfassende Palette an Monitoring- und Nachrichtendiensten zur Verfügung stellen. So soll verdächtiges Wettverhalten in zahlreichen internationalen und nationalen Wettbewerben identifiziert und dem Weltverband zur Verfügung gestellt werden.

Die FIFA werde sicherstellen, dass die Ergebnisse den zuständigen Kontinent-Organisationen zugänglich gemacht und Folgemaßnahmen wie Disziplinarverfahren unterstützt werden können, heißt es in einer Erklärung der FIFA vom Freitag. Die Überwachungstätigkeiten umfassen FIFA-Turniere wie die Weltmeisterschaft und die Qualifikationsspiele, den Confed Cup, die Olympischen Fußballturniere und verschieden Jugendwettbewerbe ebenso wie eine Vielzahl nationaler Ligen.

Sportradar will auch eine Palette von Betrugspräventionsdiensten anbieten sowie eine maßgeschneiderte App zur Verfügung stellen, um Spieler, Trainer und Mitarbeiter vor betrügerischen Aktivitäten zu warnen. „Die Erhaltung der Integrität des Spiels ist für die FIFA vorrangig“, sagte FIFA-Präsident Gianni Infantino.

In der Vergangenheit hatte die organisierte Kriminalität Sportwetten in erschreckendem Ausmaß zur Geldwäsche genutzt und nach Ansicht von Experten auch die Glaubwürdigkeit von WM-Spielen erschüttert.

Einer Studie der Pariser Universität Panthéon-Sorbonne und des Internationalen Zentrum für Sportsicherheit ICSS aus Katar zufolge werden mehr als 100 Milliarden Euro jährlich über Sportwetten gewaschen. 80 Prozent der weltweiten Wetten seien demnach illegal.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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