Kampf um Platz 5 und 6: Fouls häufen sich

Kampf um Platz 5 und 6
Köln singt Halleluja

  • 0

Fouls häufen sich

16 Uhr: Wenn es in diesem Kick um nichts gegen würde, wäre er den Eintritt nicht wert gewesen. Zwar hat der FC zahlreiche gute Ansätze, allein schon weil die Mainzer es ihnen leicht machen mit den vielen Abspielfehlern. Aber Köln kann es nicht nutzen. Kleiner Aufreger am Rande: Wolfsburg führt in Hamburg. Schadenfreude bei den Fans, aber sie haben andere Sorgen. Dann schießt der BVB das 1:1 gegen Bremen. Das Spiel in Dortmund ist deutlich besser als dieses hier. Damit klettert Dortmund wieder auf Rang drei und Bremen fällt hinter Köln und Freiburg zurück. Dann erneut lauter Jubel bei einem Treffer von Leverkusen: Die Werkself führt bei Hertha 2:0. Köln ist zu diesem Zeitpunkt wieder Siebter und wäre damit nur unter Umständen im Europapokal.
Auf dem Platz häufen sich die Fouls. Mainz geht zur Sache, Köln schießt aufs Tor. Gute Position für den agilen, aber glücklosen Osako 18 Meter zentral vorm Tor. Der Ball geht deutlich drüber.

16.11 Uhr: Die Erlösung! Köln jubelt, denn ihr Nationalspieler war zu Stelle. Jonas Hector stürmte auf halblinks durch, hat etwas Glück und schließt mit links zum 1:0 ab. Unterm Strich verdient, denn Mainz hat einfach ein paar Fehler zu viel gemacht. Nun steht der FC auf Platz fünf. Direkt danach wird das 2:1 für Dortmund gegen Werder Bremen angezeigt. Nun müssten plötzlich drei Tore fallen, damit Köln noch mal auf Rang acht abstürzt. Dass Gladbach daheim bisher nicht über ein 0:0 gegen Absteiger Darmstadt hinauskam und auf Rang neun festhing, war da nur eine nette Randerscheinung.

Zum Halbzeitpfiff skandieren die Fans: „Die Nummer Eins am Rhein sind wir“, aber das reicht ihnen jetzt längst nicht mehr. Freiburg liegt in München zurück, ein Comeback unwahrscheinlich. Hertha BSC ist gegen Leverkusen inzwischen 0:3 hinten. Und Bremen liegt in Dortmund 2:1 zurück. Schlagen kann sich der FC nur noch selbst. Aber die Fans sagen zurecht in der Halbzeit: Schon irre, wie nervös die Jungs gespielt haben.

16.40 Uhr: Längst sind auch die VIPs wieder alle auf ihren Plätzen. Köln tut mehr für das 2:0 als Mainz für den Ausgleich, agiert aber weiter zu ungenau. Das Stadion klatscht, die „Wilde Horde“ singt. Bremen gleicht gegen Dortmund zum 2:2 aus, was allerdings zunächst nicht angezeigt wird. Ein Tor für Bremen, eines für Mainz, und der FC ginge als Achter traurig nach Hause. Aber das glaubt hier niemand. Köln macht immer mehr Druck. Freiburg und Bremen hoffen auf die Mainzer und müssen zusehen, gegen München bzw. Dortmund selbst noch Treffer zu erzielen.

16:49 Uhr: Was für eine Szene: Jojic zieht aus 50 Metern direkt ab. Zuvor hatte FSV-Keeper Huth in Bedrängnis weit vor seinem Kasten nicht optimal klären können. Der Ball fliegt und fliegt und fliegt Zentimeter am rechten Torpfosten vorbei. Die Zuschauer waren nervös geworden, denn Mainz wird immer aktiver und den FC-Kickern scheint der Schreck, alles noch verspielen zu können, in die Glieder gefahren zu sein. Hertha fängt sich das 0:4, müdes Gelächter im Stadion. Solange die Bayern gegen Freiburg führen, bleibt Hertha so oder so auf Rang sechs.

Kommentare zu " Kampf um Platz 5 und 6: Köln singt Halleluja"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%