Kampf ums CL-Achtelfinale
Skurriler Spielabbruch in Istanbul

Zwei verschossene Elfer, drei rote Karten, ein Spielabbruch: Neben den Spielen mit deutscher Beteiligung fanden auch auf den übrigen Plätzen an diesem Champions League-Spieltag muntere Partien statt.
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BerlinNach einem skurrilen Spielabbruch wegen Hagels und Schneefalls muss Juventus Turin weiter um den Achtelfinaleinzug in der Champions League bangen. Das Vorrundenfinale bei Galatasaray Istanbul am Dienstagabend wurde nach einer guten halben Stunde zunächst unterbrochen, das Spielfeld war komplett eingeschneit. Nach vergeblichen Räumversuchen des Rasens durch zahlreiche Helfer stoppte Schiedsrichter Pedro Proença die Partie beim Stand von 0:0 endgültig.

Wann das entscheidende Spiel in der Gruppe B um den zweiten Platz hinter Real Madrid, das 2:0 beim FC Kopenhagen gewann, nun stattfinden soll, war zunächst unklar. Dem Regelwerk zufolge muss die verbleibende Spielzeit entweder am darauffolgenden Tag, an einem Reservetermin oder einem von der Europäischen Fußball-Union bestimmten Datum absolviert werden. Juve braucht mindestens einen Punkt, um den Sprung unter die besten 16 Teams zu schaffen.

Dies gelang am Dienstag neben den bereits für das Achtelfinale qualifizierten Gruppensiegern FC Bayern München, Real Madrid, Paris St. Germain und Manchester United sowie dem als Zweiten feststehenden Manchester City auch Olympiakos Piräus und Bayer Leverkusen.

In einem Krimi um das zweite Achtelfinalticket in der Gruppe C hinter PSG sicherte sich Piräus erstmals seit 2010 das Überwintern in der Königsklasse. Die Griechen bezwangen den RSC Anderlecht mit 3:1 und blieben damit vor Benfica Lissabon, das Paris mit 2:1 die erste Niederlage dieser Champions-League-Saison zufügte. Anderlecht schwächte vor allem sich selbst: Drei Spieler mussten vorzeitig duschen gehen, zuletzt der Torwart der Niederländer. Die Griechen nahmen diese Geschenke hingegen lange Zeit nicht an und verschossen gleich zwei Elfmeter, bevor dann der dritte Strafstoß letztendlich saß.

Für die Portugiesen ist damit trotz der Treffer von Lima (45./Foulelfmeter) und Nicolás Gaitán (58.) der Traum vom Finale am 24. Mai 2014 im eigenen Stadion beendet. Edinson Cavani (37.) erzielte die Führung des PSG, der ohne Stürmerstar Zlatan Ibrahimovic antrat.

Bei Madrid sorgte Luka Modric (25.) mit einem sehenswerten Schlenzer aus 18 Metern für die Führung und einen Rekord: Auch im 31. Spiel im europäischen Wettbewerb gelang Real ein Tor, dem FC Barcelona war dies 30 Partien nacheinander geglückt. Mit dem 2:0 untermauerte Superstar Cristiano Ronaldo (48.) seine Ansprüche auf den Titel des Weltfußballers und stellte eine weitere Bestmarke auf. Kein Spieler zuvor hat neun Treffer in der Gruppenphase der Königsklasse erzielt.

In der Gruppe D qualifizierte sich Viktoria Pilsen mit einem 2:1 über ZSKA Moskau zumindest für die nächste Runde der Europa League, Gruppensieger Bayern und ManCity hatten bereits zuvor das Überwintern in der Champions League perfekt gemacht.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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