Kandidaten im Gespräch
Hoeneß sieht in der Bundesliga keinen Ballack-Nachfolger

In der Fußball-Bundesliga gibt es nach Ansicht von Manager Uli Hoeneß gegenwärtig keinen Spieler, den der FC Bayern München als Nachfolger für Michael Ballack verpflichten könnte. „In Deutschland sehe ich im Moment keinen, der in Frage kommt“, sagte der Manager des deutschen Rekordmeisters am Samstag in der „Süddeutschen Zeitung“.

HB MÜNCHEN. In Namentlich schloss Hoeneß Nationalspieler Tim Borowski vom SV Werder Bremen als Kandidaten aus. „Nein, das machen wir nicht. Wir haben im Frühjahr, bevor er seinen Vertrag verlängert hat, über ihn diskutiert - da geben wir jetzt nicht viel Geld für ihn aus“, sagte Hoeneß. Neben Borowski wurden die Brasilianer Marcelinho (Hertha BSC) und Lincoln (Schalke 04) sowie der Niederländer Rafael van der Vaart (Hamburger SV) als mögliche Kandidaten gehandelt.

Man habe derzeit „zwei, drei Namen, die wir beobachten“, so Hoeneß. Zudem sondiert Chefscout Wolfgang Dremmler derzeit den Spielermarkt in Argentinien. Der kroatische Nationalspieler Niko Kranjcar (21) von Hajduk Split sei allerdings „überhaupt kein Thema“, versicherte Hoeneß. Die Chancen, dass Ballack doch noch über die Weltmeisterschaft 2006 hinaus in München bleiben wird, hält Hoeneß für „weit größer als 50 Prozent“. Der Manager warnte den ablösefreien Kapitän der deutschen Nationalmannschaft davor, zu hoch zu pokern. „Wenn er nicht aufpasst, hängt er irgendwann zwischen allen Stühlen.“

Der Bayern-Vorstand hatte sein mit angeblich über 30 Millionen Euro dotiertes Angebot für eine Vertragsverlängerung mit Ballack bis 2010 zu Wochenbeginn überraschend zurückgezogen. Ballack hatte bei einer vereinbarten Erklärungsfrist noch keine Entscheidung bekannt gegeben, ob er seinen Vertrag in München verlängern werde oder den Verein nach dieser Saison verlässt. Der 29-Jährige hat angekündigt, dass er sich erst im Januar entscheiden werde.

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