Kapitän dämpft die Euphorie
Ballack geht mit "Ungewissheit" in die WM

Kurz vor der Weltmeisterschaft versetzt Michael Ballack der allgemeinen Euphorie einen kleinen Dämpfer. Der Kapitän des deutschen Nationalteams befürchtet, dass die Mannschaft "noch nicht so gefestigt sei."

Michael Ballack schätzt die Leistung der deutschen Nationalmannschaft offenbar geringer ein als bisher angenommen. Kurz vor Turnierauftakt äußerte der Kapitän leise Zweifel, ob die deutsche Mannschaft der Erwartungshaltung bei der WM im eigenen Land gerecht werden kann. Die DFB-Auswahl lebe "von ihrer Begeisterung und von ihrer Unbekümmertheit. Und natürlich macht sie noch Fehler und ist noch nicht so gefestigt. Deswegen gehe ich mit so ein bisschen Ungewissheit in das Turnier", sagte der 29-Jährige vor dem Eröffnungsspiel am Freitag (18 Uhr/live im ZDF) in München gegen Costa Rica in einem Interview mit dem Berliner Tagesspiegel.

Man habe ein Team, "das in der Entwicklung ist. Wir haben Spieler, die in ihren Vereinen wenige Einsatzzeiten hatten oder teilweise nicht gespielt haben", erklärte Ballack seine Zurückhaltung: "Und vergessen sie nicht: Wir haben nicht mehr die Auswahl, wie es noch 1990 bei der Weltmeisterschaft der Fall war, oder meinetwegen noch 1996 bei der EM. Da waren viel, viel mehr gestandene Spieler, international erfahrene Spieler dabei."



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Ballack: "Es kann im positiven wie im negativen Sinn viel passieren"

Es gebe zwar ganz viel, "was mir Mut macht. Sicher können wir das auch schaffen", führte Ballack weiter aus: "Aber ich sage auch: Es kann im positiven wie im negativen Sinne viel passieren. Die Ergebnisse und die Leistungen im Vorfeld der Weltmeisterschaft zeigen, dass diese Mannschaft noch schwankt und nicht so stabil ist."

Um die Ziele von Bundestrainer Jürgen Klinsmann zu erreichen, forderte der DFB-Kapitän seine Kollegen noch einmal auf, besonderen Wert auf die Defensivarbeit zu legen: "Wir wollen vorwärts und schnell spielen. Das ist grundsätzlich richtig, aber manchmal spielen wir zu schnell nach vorn und verlieren die Bälle. Wir müssen uns klar machen, dass wir nicht alle vorwärts denken können. " Auch für ihn selbst sei es schwer, "die Symbiose zu finden: zwischen defensiv gut stehen und das Spiel auch immer wieder nach vorne treiben".

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