Kapitän vor Comeback
Ballack ist gegen Polen dabei

Der Kapitän der deutschen Nationalelf, Michael Ballack, wird im zweiten WM-Spiel auf dem Platz stehen. Von Streitereien mit Bundestrainer Jürgen Klinsmann will Ballack nichts wissen. Am Mittwoch spielt das Team in Dortmund gegen Polen. Die Vorbereitung läuft jedoch anders als viele sich denken.

HB BERLIN. Die Entscheidung zum Einsatz des Kapitäns gab Klinsmann am Sonntag in Berlin bekannt. "Sein Genesungsprozess geht bestens voran", berichtete der 41-jährige Coach. Der 29-jährige Spieler, der seit über einer Woche eine Wadenverhärtung kuriert, sei morgens Fahrrad gefahren und habe dann eine Laufeinheit absolviert. Am Montagmorgen werde der Mittelfeldspieler wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.

Zum Zwist mit Ballack, der Klinsmann vergeblich um einen Einsatz im Eröffnungsspiel gegen Costa Rica gebeten hatte, sagte der Bundestrainer: "Michael ist unser Kapitän und unsere Lokomotive." Es habe ihm selbst wehgetan, dem 65-fachen Nationalspieler abzusagen, doch habe die medizinische DFB-Abteilung ein Restrisiko gesehen. "Michael hat seinen Wunsch geäußert und gebrannt. Wir als Trainerstab wollten das Risiko aber nicht eingehen. Das hat er geschluckt und ist nun akribisch dabei, sich heran zu arbeiten."

Klinsmann sagte im Rückblick, es habe im Fall Ballack, der seine Forderung Donnerstagabend über die Medien erhoben hatte, "keine Missverständnisse und kein Problem gegeben". Wie bisher tausche er sich mit dem Bayern-Profi, der kommende Saison bei Chelsea London spielt, "mehrmals am Tag" aus.

Ballack antwortete auf die Frage, ob sein Verhältnis zu Klinsmann belastet sei: "Nein, um Gottes Willen. Im ersten Moment ist man enttäuscht. Ich wäre gerne dabei gewesen, es war eine Riesenatmossphäre. Ein WM-Eröffnungsspiel im eigenen Land hat man nicht alle Tage", sagte Ballack der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".



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Dem Rest des 23-köpfigen Kaders gab Klinsmann am Sonntag überraschend frei. Viele Spieler hätten jedoch privat Tennis oder Fußballtennis gespielt, sagte Klinsmann. Bereits Samstag hatte das Team nur vormittags trainiert und den Rest des Tages frei. Klinsmann sagte dazu: "Wir müssen ihnen Freilauf geben und ein bisschen Regeneration."

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