Karriereende
Birgit Prinz tritt ab

Es sollte ihr ganz großer Abschied werden. Doch die Frauen-WM im eigenen Land endete für Birgit Prinz mit der Ersatzbank und dem bitteren Aus. Nun beendet Rekordnationalspielerin ihre Profikarriere.
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FrankfurtBirgit Prinz hört mit dem Fußball auf. Das erklärte die deutsche Rekordnationalspielerin am Freitag auf einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main. Bundesligist FFC Frankfurt muss nun ohne sie planen. Ihren Rücktritt aus der Nationalmannschaft hatte die 33-Jährige schon vor der Weltmeisterschaft erklärt. 

„Meine Planung ist, nicht mehr für den FFC und die Nationalmannschaft zu spielen“, sagte Prinz, sie ließ aber offen, „ob es nicht noch so etwas wie eine Standby-Lösung gibt“. Die Stürmerin wirkte auf der Pressekonferenz entspannt. Dabei gab sie zu, dass das lange „Hin und Her sehr anstrengend“ und es „kein leichter Schritt“ gewesen sei. Sie habe sich dazu entschieden, „weil ich mehr Raum für meine berufliche und persönliche Entwicklung haben will“. Prinz teilte zudem mit, dass es angedacht sei, dass sie beim FFC mitarbeiten werde. Sie könne sich vorstellen, im psychologischen Bereich tätig zu werden. 

Nationalmannschafts-Managerin Doris Fitschen bezeichnete Prinz als „eine der herausragenden Spielerinnen der vergangenen Jahrzehnte.“ Außerdem sei „Birgit eine der tollsten Persönlichkeiten im gesamten Sport“. Auch habe sie das Gefühl, dass Prinz nun mit sich „im Reinen sei“. 

Die dreimalige Weltfußballerin Prinz schoss in 214 Spielen für die deutsche Nationalmannschaft 128 Tore und gewann mit der DFB-Auswahl 2003 und 2007 den WM-Titel sowie fünfmal die Europameisterschaft. Außerdem errang Prinz mit dem deutschen Team bei den Olympischen Spielen 2000, 2004 und 2008 jeweils die Bronzemedaille. Bei der WM im eigenen Land, die eigentlich die Krönung ihrer Karriere werden sollte, wurde sie in der Vorrunde zweimal früh ausgewechselt und kam danach nicht mehr zum Einsatz. Das Viertelfinal-Ausscheiden gegen Japan verfolgte Prinz von der Ersatzbank. 

Nach dem Turnier warf sie Bundestrainerin Silvia Neid öffentlich mangelnde Kommunikation und auch Indiskretionen vor. Neid habe ihre Rolle als Kapitän dadurch „ins Wanken gebracht“, sagte Prinz in einem Fernsehinterview. Die Frankfurterin kündigte aber an, noch einmal auf Neid zuzugehen und das Gespräch zu suchen.

 

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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