Katerstimmung bei Werder
Schaaf und Allofs bitten zur Krisensitzung

Nach dem 1:4-Debakel bei Hannover 96 hat der schwächelnde Bundesligist Werder Bremen seine Profis am Mittwochmorgen zu einer Krisensitzung geladen.

Über eine Stunde nahmen Sportdirektor Klaus Allofs und Trainer Thomas Schaaf die seit vier Pflichtspielen sieglose Mannschaft ins Gebet. "Bei allem Respekt vor dem Gegner: In Hannover darf man nicht verlieren - vor allem nicht auf diese Art und Weise", sagte Allofs anschließend: "Wir hängen sechs Punkte hinter unserem Plan hinterher."

Kapitän Torsten Frings setzte nach der Pleite sogar zu klarer Charakter-Kritik an den Kollegen an. "Einige Spieler nehmen sich zu wichtig. Bei denen steht nicht die Mannschaft im Vordergrund", sagte der Ex-Nationalspieler. Am Mittwochmorgen ergänzte er: "Man kann auch fünfmal am Tag trainieren. Das bringt alles nichts, wenn man nicht bereit ist." Kampf, Leidenschaft, Emotionen - all das fordert Frings ein. All das ließ Werder in Hannover vermissen.

Hoffnung ruht auf den Rückkehrern

Konsequenzen für das Nordderby am kommenden Samstag (18.30 Uhr/Sky und Liga total! live) gegen den Erzrivalen Hamburger SV wollte der Manager jedoch nicht benennen. "Wir dürfen jetzt weder in Panik verfallen, noch die Hände in den Schoß legen", sagte Allofs, dessen Mannschaft nach den ersten fünf Saisonspielen nur vier Punkte auf dem Konto hat.

Die Hoffnung der Bremer ruht dabei vor allem auf der Rückkehr der in den vergangenen Wochen verletzten Per Mertesacker und Claudio Pizarro. "Unsere Mannschaft ist gut. Aber sicherlich ist sie mit einigen Spielern, die zurückkommen, noch besser", sagte Allofs, wollte die Erwartungen jedoch nicht zu hoch ansetzen: "Man muss bedenken, dass die Rückkehrer nicht gleich in Topform sein werden." Eigentlich müssen sie es aber sein - sonst droht die nächste Krisensitzung.

© SID

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