Kaum Bewegung an der Spitze der Kursrangliste
WM-Börsianer strafen „Tres Kronors“ ab

In der vergangenen Woche haben vor allem zwei Aktien die Kurse an der WM-Börse bewegt: Während die Papiere der Schweden der große Verlierer waren, konnten Anleger, die in die Titel der Elfenbeinküste investierten, erneut etwas für die Performance ihres Depots tun. Mit den Aktien der "Versager" des Afrika-Cups - Ghana, Angola und Togo - gingen die Anleger glimpflich um. Lediglich die Papiere des Togo verloren weiter.

DÜSSELDORF. 11,5 Prozent Kursverlust binnen sieben Tagen - es war alles andere als die Woche der Schweden-Aktie. Übel nahmen die Anleger an der WM-Börse den Skandinaviern offenbar die schwache Leistung in einem Testspiel gegen WM-Teilnehmer Saudi-Arabien, wo sich die "Tres Kronors" in Abwesenheit ihres Stürmerstars Zlatan Ibrahimovic, der für Juventus Turin spielen musste, mit einem mageren 1:1 begnügen mussten.

Zeitweise hatte das Papier der Skandinavier in der Vorwoche an der WM-Börse noch mehr als 13,60 WMark gekostet. Doch dann kannte der Kurs nur noch eine Richtung: abwärts. Erst bei 11 WMark fand das Papier wieder einen Halt, ihr aktueller Kurswert liegt bei 11,18 WMark Zur Erinnerung: Am Ende der Börsensaison nach dem Finale am Juli 2006 werden für die Aktien eines Achtelfinalisten 10 WMark pro Abteilsschein ausgezahlt, für die Papiere eines Viertelfinalisten 20 WMark. Demnach sind die Aktionäre zwar davon überzeugt, dass die Schweden die Vorrunde überstehen, im Achtelfinale aber vermutlich Endstation sein wird.

Im Gegensatz zum "Drei-Kronen-Team" erwies sich die Aktie der Elfenbeinküste erneut als lohnendes Investment für WM-Börsianer: Sie legte weitere 6,6 Prozent auf 7,77 WMark zu, nachdem sie bereits in der Vorwoche 5,5 Prozent gewonnen hatte. Und das, obwohl das Team im letzten Gruppenspiel beim Afrika-Cup eher enttäuschte und gegen Gastgeber Ägypten mit 1:3 verlor. Weil das Weiterkommen ins Viertelfinale bereits vor dem Spiel gesichert war, hatte Trainer Henri Michel Superstar allerdings Didier Drogba und anderen Stammspielern eine Pause gegönnt, damit sie am Samstag gegen Turniermitfavorit Kamerun wieder frisch sind. Dort trauen die WM-Börsianer der Mannschaft offenbar wieder einiges zu. Auch am Mittwoch war das Papier mit 28 326 Transaktionen die meistgehandelte Aktie an der WM-Börse.



WM-BÖRSE



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Dagegen ist die Turnier-Generalprobe für die Fußball-WM in Deutschland für die Teams aus Ghana, Togo und Angola gründlich daneben gegangen. Sie schieden in Ägypten zum Teil kläglich in der Vorrunde aus. Neben der Elfenbeinküste schaffte lediglich Titelverteidiger Tunesien (aktueller Kurs: 7,25 WMark nach 7,13 WMark in der Vorwoche) ebenfalls als Gruppen-Zweiter den Sprung ins Viertelfinale. Dagegen überraschten die Mannschaften, die noch in der WM-Qualifikation das Nachsehen hatten: Guinea und Kamerun, Nigeria und Senegal, Ägypten und Kongo.

Togo verabschiedete sich nach drei Niederlagen als Gruppenletzter aus dem Afrika-Cup. Seitdem herrscht dicke Luft im Verband. Trainer Stephen Keshi muss vier Monate vor der WM sogar um seinen Job bangen. "Wenn der Verband mich nicht mehr will, muss ich halt gehen", sagte Keshi nach dem 2:3 gegen Angola. Trotz der dritten Pleite im dritten und abschließenden Vorrundenspiel gab sich Keshi, der 1994 als Spieler mit Nigeria den Afrika-Cup gewonnen hatte, kämpferisch und nahm dabei den Verband in die Pflicht: "Wenn ich drei bis vier Wochen Vorbereitungszeit mit den Spielern bekomme, werden wir bei der WM viel besser abschneiden."

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