Kein Empfang für Englands-Kicker
Die WM-Splitter am 21. Juni

Der Sport-Informations-Dienst (sid) hat die WM-Splitter vom Mittwoch zusammengestellt. So hat die englische Nationalmannschaft in ihrem WM-Quartier beim Telefonieren immer wieder mit Funklöchern zu kämpfen.

Der Sport-Informations-Dienst (sid) hat die WM-Splitter vom Mittwoch zusammengestellt.

Sicher: Das Training der tunesischen Nationalmannschaft vor dem letzten Gruppenspiel gegen die Ukraine am Freitag in Berlin fand fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Lediglich ein Journalist sowie ein Fotograf hatten sich in den Friedrich-Jahn-Sportpark verirrt. 14 Sicherheitskräfte rund um den Rasen sorgten für eine reibungslosen Ablauf der Veranstaltung.

UnterstÜTzung: Tunesiens Bundesliga-Legionär Jawhar Mnari hofft beim letzten Gruppenspiel am Freitag gegen die Ukraine im Olympiastadion auf die Unterstützung speziell der Berliner Fußballfans. Hintergrund dafür ist sein Engagement beim 1. FC Nürnberg, wo der frühere Berliner Trainer Hans Meyer inzwischen die sportliche Verantwortung trägt. Der Mittelfeldspieler hofft auf zusätzliche Symptahien aufgrund der Querverbindung.

Mittendrin: Stürmer Mario Azevedo vom brasilianischen Profiklub Atletico Mineiro musste seine Laufbahn vor drei Jahren nach einem Autounfall beenden und den Traum von einer WM-Teilnahme begraben. Der heute 27-Jährige zog sich einen Trümmerbruch im rechten Unterschenkel zu. Dank seiner Vielsprachigkeit (Deutsch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch) ist Azevedo jetzt doch mittendrin im WM-Geschehen. Der Brasilianer hilft als Volunteer in der Mixed-Zone des Berliner Olympiastadions als Dolmetscher aus. Viele Ex-Kollegen erinnern sich an ihn. Der Paraguayer Abwehrspieler Julio Cesar Caceres verabschiedete sich sogar mit einer herzlichen Umarmung von Azevedo. Die beiden spielten ein halbes Jahr lang gemeinsam für Mineiro.

Funkloch: Alarm in Englands beschaulichem Teamquartier Bühlerhöhe. Kapitän David Beckham und Co. verloren zuletzt die Nerven, weil die Telefonate mit ihren Frauen und Managern auf Grund von Funklöchern ständig unterbrochen wurden. Im idyllischen Schwarzwald hängt der Handy-Empfang auch schon mal von der Richtung des Windes ab. Dabei hatte die Telekom im Vorfeld der WM in den 32 WM-Quartieren noch einmal erheblich nachgerüstet. Nach einer Beschwerde des englischen Verbandes FA bei der Hotelleitung können die Spieler aber nun rechtzeitig vor Beginn der K.o.-Runde wieder ungestört telefonieren.

Favorit: Kambodschas Premierminister Hun Sen hat einen neuen WM-Favoriten: Deutschland. "Glückwunsch, Deutschland", rief der fußball-begeisterte Regierungschef bei einem Investment-Seminar in Phnom Penh den anwesenden Diplomaten und Geschäftsleuten zu. Die waren sehr amüsiert, als Hun Sen ergänzte, er wünsche sich, dass Deutschland Weltmeister werde. Der Premierminister verriet, er habe durch das 3:0 der Deutschen gegen Ecuador Wetten gegen seine Kabinettskollegen gewonnen.

Beschwerden: Die Live-Übertragungen von der Fußball-WM sorgen für Unmut bei einigen gläubigen Buddhisten in Thailand. Einwohner der Stadt Chiang Mai im Norden des Landes beschwerten sich bei der Lokalzeitung: Die Mönche kämen am Morgen nicht mehr zum Einsammeln der Almosen, so die Kritik, sie würden spät Fußballspiele schauen und dann verschlafen. Die Abgabe von Almosen an Mönchen am Morgen ist ein wichtiger Teil des religiösen Lebens thailändischer Buddhisten. Den Mönchen war zu Beginn der WM erlaubt worden, die WM-Spiele im Fernsehen zu verfolgen.

Safari: Die Wärter eines Safari-Parks in der Nähe von Liverpool haben eine gewaltige Ansammlung von englischen Flaggen entdeckt - im Gehege der Paviane. Ein Sprecher des Knowsley Safari Parks erklärte, die Tiere würden die Fahnen von den geparkten oder durch den Park fahrenden Autos stehlen. Bislang sei nur die Vorliebe der Paviane für Wischblätter bekannt gewesen. "Wenn jemand vergisst, seine Fahne abzunehmen, holen sie die Paviane. Sie haben schon eine stattliche Sammlung", sagte Park-Sprecher David Rose.

Trikottausch: Für die Völkerverständigung gaben am Mittwoch beim Spiel zwischen dem Iran und Angola in Leipzig zwei Fußballfans ihr letztes Hemd. Vor dem Stadion schlossen ein Iraner und ein Angolaner Fanfreundschaft und tauschten, ganz wie die Profis, ihre Nationaltrikots. So machte sich der Afrikaner mit dem grün-weiß-roten Trikot Irans auf den Weg zum Fanblock des WM-Neulings, während der Perser im für ihn ungewohnten Rot inmitten einer iranischen Fangruppe verschwand.

© SID

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