Kein Kontakt mit den Bürgern
Königsteins Bürgermeister kritisiert "Selecao"

Die brasilianische Nationalmannschaft sieht sich in ihrem WM-Quartier in Königsstein harter Kritik ausgesetzt."Die Mannschaft verhält sich nicht, wie man es von einem Gast erwartet", so Bürgermeister Leonhard Helm.

Die brasilianische Nationalmannschaft macht sich in ihrem WM-Quartier in Königstein offenbar nicht nur Freunde. "Die Mannschaft verhält sich nicht, wie man es von einem Gast erwartet, den man gut aufgenommen hat", beschwerte sich Bürgermeister Leonhard Helm. Der erste Bürger des Taunus-Kurortes beklagt, dass "die Menschen im Ort keine Chance hätten, etwas von den Brasilianern mitzubekommen". Zurzeit verweilt die "Selecao" in Berlin und bereitet sich auf das erste Gruppenspiel am Dienstag gegen Kroatien vor.

Training unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Ronaldinho und Co. sind von der Polizei abgeschirmt im Fünf-Sterne-Hotel Kempinski Falkenstein untergebracht. Das Training in der Arena Zagallo findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. "Es ist ja nicht zuviel verlangt, wenn sich der ein oder andere Spieler mal beim Fest im Ort sehen ließe", murrte Helm.

Aus dem Stadtsäckel wurden gut 600 000 Euro für ein zwölftägiges Brasilien-Festival, einen neuen Rasenbelag sowie Investitionen in den Verkehrsfluss locker gemacht. Am Ende bleibt ein Fehlbetrag "deutlich unter 500 000 Euro" (Helm) zurück. Und auch die Geschäftsleute beklagen die aufgrund der Absperrung ausbleibende Kundschaft.

"Die Leute hängen schon Kroatien-Fahnen auf", berichtete Helm, der erst seit dem 1. Juni im Amt ist. Für Brasiliens Mittelfeldspieler Emerson ist die ganze Aufregung aber nicht nachvollziehbar. "Ich bin nicht im Geringsten über diese Klagen besorgt, ich mache mir vielmehr Gedanken über die WM. Wir sind ja nicht hier, um dem Bürgermeister Geld zu bringen", so der Ex-Leverkusener.

© SID

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